HPE-Forscher: Mooresches Gesetz steht den tollen Dingen nur im Weg
Immer wieder dreht sich die Debatte um die Frage, ob das Mooresche Gesetz nun an seinem Ende ankommt oder nicht. Inzwischen befassen sich verschiedene Leute aber mit der viel interessanteren Frage: Was passiert eigentlich, wenn die Entwicklung nicht mehr der bisherigen Linie folgt?
Infografik: Entwicklung von Arbeitsspeicher und Prozessor
Der Intel-Mitbegründer Gordon Moore hatte im Jahr 1965 aufgrund der damaligen Verhältnisse die Beobachtung gemacht, dass sich die Komplexität und die Rechenleistung von Mikroprozessoren etwa alle 18 Monate verdoppeln. Die Strukturen in klassischen Silizium-Chips nähern sich aber unaufhaltsam einem Grad der Miniaturisierung an, ab dem eine weitere Verkleinerung nicht mehr möglich sein wird.
In den letzten Tagen und Wochen gab es verschiedene Anlässe, bei denen sich Branchenexperten zu dem Thema äußerten. Und besonders große Sorgen waren nirgends zu hören. R. Stanley Williams von den Hewlett Packard Labs verfasste sogar einen längeren Text, in dem er darlegt, warum er das Ende der Jahrzehnte lang geltenden Regel sogar gut findet.
Es kann das Beste sein, was der Computing-Industrie seit dem Beginn des Mooreschen Gesetzes passiert ist, erklärte er. Damals leitete die bis heute andauernde schnelle Entwicklung der Prozessor-Technologie eine komplett neue Ära ein - und nun sei es auch mal an der Zeit, dass diese Ära zu Ende geht und Platz für etwas Neues macht.
Das Problem liegt laut dem HPE-Forscher keineswegs nur in der Konzentration der Entwickler auf die klassischen Architekturen. Die immer schwierigere Verbesserung der Prozessoren und das Schritt halten mit den Vorgaben des Mooreschen Gesetzes binden auch massiv Gelder und andere Ressourcen, mit denen alternative Technologien massiv vorangebracht werden könnten.
Infografik: Entwicklung von Arbeitsspeicher und Prozessor
Der Intel-Mitbegründer Gordon Moore hatte im Jahr 1965 aufgrund der damaligen Verhältnisse die Beobachtung gemacht, dass sich die Komplexität und die Rechenleistung von Mikroprozessoren etwa alle 18 Monate verdoppeln. Die Strukturen in klassischen Silizium-Chips nähern sich aber unaufhaltsam einem Grad der Miniaturisierung an, ab dem eine weitere Verkleinerung nicht mehr möglich sein wird.
In den letzten Tagen und Wochen gab es verschiedene Anlässe, bei denen sich Branchenexperten zu dem Thema äußerten. Und besonders große Sorgen waren nirgends zu hören. R. Stanley Williams von den Hewlett Packard Labs verfasste sogar einen längeren Text, in dem er darlegt, warum er das Ende der Jahrzehnte lang geltenden Regel sogar gut findet.
Es kann das Beste sein, was der Computing-Industrie seit dem Beginn des Mooreschen Gesetzes passiert ist, erklärte er. Damals leitete die bis heute andauernde schnelle Entwicklung der Prozessor-Technologie eine komplett neue Ära ein - und nun sei es auch mal an der Zeit, dass diese Ära zu Ende geht und Platz für etwas Neues macht.
Es wird zur Last
Denn aus Sicht Williams' wirkt es heute eher bremsend, dass sich alles noch immer weitgehend darauf konzentriert, die Silizium-Architekturen voranzutreiben. Wenn das nicht mehr der Fall wäre, würden vielleicht andere Ansätze mit viel mehr Nachdruck verfolgt - darunter beispielsweise Systeme, die eher aus der Biologie inspiriert sind oder in denen ganz andere neue Technologien aufgegriffen werden, die aktuell in den Forschungslaboren in den Startlöchern stehen.Das Problem liegt laut dem HPE-Forscher keineswegs nur in der Konzentration der Entwickler auf die klassischen Architekturen. Die immer schwierigere Verbesserung der Prozessoren und das Schritt halten mit den Vorgaben des Mooreschen Gesetzes binden auch massiv Gelder und andere Ressourcen, mit denen alternative Technologien massiv vorangebracht werden könnten.
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