Mordopfer lief laut Fitness-Tracker herum - Daten führen zum Täter

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Solange es für Gerichte nicht der Normalität entspricht, dass Tote herumlaufen, sollten sich Mörder vergewissern, dass ihre Opfer nicht mit einem vernetzten Fitness-Armand ausgestattet sind. Das zeigt ein aktuelles Verfahren gegen einen Mann aus dem US-Bundesstaat Connecticut.
Der Fall selbst, um den es in dem laufenden Prozess geht, datiert auf den Dezember 2015 zurück. Damals rief ein Mann bei der Polizei an und berichtete, dass ein Einbrecher seine Frau erschossen habe. Es habe sich um einen großen, korpulenten Mann in Tarnkleidung gehandelt, der in ihr Haus gekommen und das Feuer eröffnet habe.

Während der Ermittlungen stießen die Ermittler aber ziemlich schnell auf Ungereimtheiten - insbesondere was den zeitlichen Ablauf der Ereignisse angeht, die von dem Mann geschildert wurden. Denn die Auswertung der Daten des Fitness-Trackers, den das Opfer am Handgelenk trug, zeigte klar, dass die Frau noch einige Zeit nach ihrem angeblichen Todeszeitpunkt herumgelaufen war. Das berichteten die Daily News.

Dies war letztlich der schlagende Beweis, der den Mann als Lügner entlarvte. Im Zuge der Ermittlungen hatten die zuständigen Beamten auch schon verschiedene andere Indizien zusammengetragen, die dafür sprachen, dass der Ehepartner selbst als Täter in Frage kommt.


Gefesselter Täter

Immerhin wollte er sich schon ein Jahr vor der Tat scheiden lassen - zumindest schrieb er dies in Textnachrichten, die auf dem Mobiltelefon des Beschuldigten gefunden wurden. Zu dieser Zeit wiesen seine Kreditkarten-Abrechnungen neben Stripclub-Besuchen auch Übernachtungen in Hotels und Blumenkäufe auf, was auf eine heimliche Geliebte hindeutete. Später - zum Zeitpunkt des Mordes - war diese offenbar auch schwanger. Die Verletzungen der Toten passten außerdem zu einer Pistole, die der Ehemann nachweislich erworben hatte. Da half es auch nichts, dass sich dieser ebenfalls als Opfer eines großen Unbekannten präsentieren wollte und beim Eintreffen der Polizei sogar teilweise an einen Küchenstuhl gefesselt war.

Laut der lokalen Staatsanwaltschaft war dies nicht der erste Fall, in dem sich ein Fitness-Tracker als ziemlich hilfreich erwiesen hatte. Denn zumindest zur Rekonstruktion einer Tat lassen sich die Aufzeichnungen zu Bewegungen und Herzrhythmus sehr gut einsetzen. Smartphone, Gesundheit, Fitbit Smartphone, Gesundheit, Fitbit Fitbit
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