Verbraucherzentrale warnt vor Osteraktion von GMX und Web.de
Verbraucherschützer warnen aktuell vor einer Werbeaktion von den United Internet-Tochterfirmen GMX und Web.de. Beide Dienste haben derzeit eine Osteraktion für ihre Kunden gestartet, die einen Gratis-Monat für die sonst kostenpflichtigen Zusatzangebote bietet.
Allerdings gehen GMX und Web.de damit auf Abo-Fang, meint die Verbraucherzentrale. Grund ist die Einbindung der Werbung dort, wo man normalerweise den Login-Vorgang startet. Die Angebotsseiten der Anbieter sind so gestaltet, dass sie manch einen Nutzer unwillkürlich zum Abschluss eines Abos verleiten. Denn wer nicht richtig liest, klickt nun statt auf das erwartete "Login" oder "Weiter zum Login" auf einen "Kaufen"-Button und schließt per One-Klick ein Abo ab.
Die Verbraucherschützer warnen vor der Aktion und halten die Vorgehensweise nicht für lauter: "GMX wünscht frohe Ostern, es gibt einen Fahrradgutschein zu gewinnen und daneben steht etwas von einem Gratismonat. Macht nichts, mit dem Button rechts unten geht's ja weiter zum Postfach? Wer nach diesem gewohnten Muster klickt, liegt daneben: Mit dem Button, der farblich hervorgehoben ist, ist vielmehr ein Abo abgeschlossen. Monatliche Kosten, aktuell in einer Osteraktion bei GMX: 6,98 Euro. Nach dem Gratismonat, also etwa vier bis fünf Wochen später, kommt die erste Rechnung."
Siehe auch: Achtung: Betrüger versendet Phishing-SMS im Namen von GMX
Die Verbraucherschützer warnen vor der Aktion und halten die Vorgehensweise nicht für lauter: "GMX wünscht frohe Ostern, es gibt einen Fahrradgutschein zu gewinnen und daneben steht etwas von einem Gratismonat. Macht nichts, mit dem Button rechts unten geht's ja weiter zum Postfach? Wer nach diesem gewohnten Muster klickt, liegt daneben: Mit dem Button, der farblich hervorgehoben ist, ist vielmehr ein Abo abgeschlossen. Monatliche Kosten, aktuell in einer Osteraktion bei GMX: 6,98 Euro. Nach dem Gratismonat, also etwa vier bis fünf Wochen später, kommt die erste Rechnung."
Klickfallen
Das Gesetz schreibt für solche online abgeschlossenen Verträge einen eindeutig beschrifteten "Kaufen"-Button vor. Da haben beide Firmen keinen Fehler gemacht, unterstreichen die Verbraucherschützer. Denn sowohl bei GMX als auch bei Web.de heißt der Button genau so, es wird nichts verschleiert. Ganz lauter ist die Aktion aber laut der Verbraucherzentrale dennoch nicht. "Wir halten die Seiten wegen ihrer Platzierung im Anmeldevorgang und wegen ihrer Gestaltung für Klickfallen. Immer wieder beschweren sich Betroffene bei uns, die nie ein Abo haben wollten."Widerrufsrecht
Problematisch ist dabei der Widerruf. Gesetzlich steht den Nutzern nach dem Klicken des Kaufens-Button eine 14-tägige Widerrufzeit zu. Der Nutzer muss also noch während des kostenlosen Gratismonats kündigen, um diese Frist zu wahren und kommt so noch ohne Kosten aus seinem "Klickfehler" raus.Siehe auch: Achtung: Betrüger versendet Phishing-SMS im Namen von GMX
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