Streaming hat der Musikindustrie den Hintern gerettet - und wie

Lange Zeit waren Erfolgsnachrichten für die Musikindustrie eine Seltenheit, doch in den vergangenen Jahren geht es wieder aufwärts. Im Vorjahr konnte man in den USA die Umsätze um gleich 11,4 Prozent verbessern, das ist das größte prozentuelle Plus seit 1998, also seit fast zwei Jahrzehnten. Hauptverantwortlich dafür ist das Streaming-Geschäft.
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WinFuture/Spotify
Streaming wird seit längerem als die Lösung schlechthin für die Sorgen der Musikindustrie gesehen, das liegt natürlich daran, dass es gegenüber Piraterie die schlichtweg weitaus bequemere Art ist, um in den Genuss von Alben und Songs zu kommen. Die Recording Industry Association of America (RIAA) hat nun aktuelle Zahlen vorgelegt, die das sicherlich eindrucksvoll beweisen (via New York Times).

7,7 Milliarden Dollar Umsatz

Denn die Branchenvereinigung, die die großen Plattenfirmen repräsentiert, teilte mit (PDF), dass die Musikverkäufe in den Vereinigten Staaten im Jahr 2016 7,7 Milliarden Dollar an Umsatz generiert haben. Das ist im Vergleich zum Jahr davor ein sattes Plus von mehr als elf Prozent. Der Wert ist der größte prozentuelle Zugewinn seit 1998 und der höchste absolute Wert seit 2009.
Musikindustrie: Umsatz mit Streaming in 2016Musik: Die Anteile am Umsatz... Musikindustrie: Umsatz mit Streaming in 2016...und das Wachstum bei Streaming
Der Musikindustrie geht es also wieder gut, man kann sogar von bestens sprechen. Hauptverantwortlich dafür war wie erwähnt Streaming, denn dieser Weg des Musikhörens ist der inzwischen dominante. Und die Zahlen belegen das auf durchaus beeindruckende Weise.

Denn Streaming sorgt in den USA erstmals für mehr als die Hälfte des Umsatzes, genauer gesagt sind es 51,4 Prozent. An zweiter Stelle kommen herkömmliche digitale Downloads bzw. Klingeltöne, auf diese Kategorie entfallen 24,1 Prozent des Kuchens.

Physikalische Verkäufe auf CDs und anderen Datenträger kommt nur noch auf etwas mehr als ein Fünftel (21,8%). Wie rasant der Siegeszug von Streaming ist, zeigt ein Blick auf das Jahr 2015: Damals lag der Anteil bei gerade einmal 34 Prozent, ein Jahr später wie erwähnt bei 51 Prozent.
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