Suppenbinder ermöglicht gummiartige Elektronik-Bauteile

Elektronik, Kunststoff, Polymer Bildquelle: Stanford University
Die derzeit vorherrschenden Materialien machen den Einsatz von Elektronik dort schwer, wo sie in Verbindung mit einem Körper gebracht werden soll, wie beispielsweise bei Implantaten oder auch nur bei verschiedenen Wearables. Das könnte eine neue Entdeckung nun aber ändern. Chemikern der Stanford University ist es gelungen, ein flexibles Material herzustellen, aus dem sich leitende Verbindungen und sogar einfache Schaltkreise bauen lassen. Durch die Dehnbarkeit und Beweglichkeit ist es dann möglich diese direkt auf der Haut oder auch als Schnittstelle zum Gehirn zu verwenden.

Im Labor der Chemikerin Zhenan Bao läuft die Suche nach flexiblen Materialien für elektronische Anwendungen inzwischen seit gut zwei Jahrzehnten. Und nun scheint man einen Durchbruch errungen zu haben, der alles Bisherige in den Schatten stellt. Der neue Werkstoff ist ähnlich dehnbar wie Gummi und die Leitfähigkeit nimmt bei Zug nicht etwa ab, wie es so oft der Fall ist, sondern steigert sich sogar ein wenig.

Material für flexible ElektronikMaterial für flexible ElektronikMaterial für flexible ElektronikMaterial für flexible Elektronik

Die perfekte Ergänzung

Als Ausgangsmaterial diente bei der Entwicklung ein Kunststoff, der bereits eine hohe Leitfähigkeit mitbrachte und auch als besonders biokompatibel gilt - was bedeutet, dass der menschliche Körper kaum mit Abstoßungs-Reaktionen gegen den Stoff vorgeht. Allerdings war das Material meist ziemlich spröde - man braucht also einen Weichmacher, der die gewünschten, schon vorhandenen Eigenschaften nicht minderte.

Bei molekularen Untersuchungen zeigte sich, dass der Kunststoff aus zwei Polymeren bestand, von denen eines die grundlegende Struktur schuf und der zweite den Strom leitete. Nach einer ganzen Reihe von Versuchen fand man tatsächlich ein drittes Polymer, das auch noch Flexibilität hinzufügte, ohne die Leitfähigkeit zu mindern. Und hierbei handelt es sich nicht einmal um einen besonders exotischen Stoff, sondern um den Grundbestandteil dessen, was man in Großküchen oft zum Abbinden von Suppen verwendet. Elektronik, Kunststoff, Polymer Elektronik, Kunststoff, Polymer Stanford University
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