Gründer von Porn-Portalen wegen Steuerhinterziehung verurteilt
Der Gründer eines der größten Porno-Imperien im Netz ist heute vor dem Landgericht Aachen wegen Steuerhinterziehung verurteilt worden. In dem Verfahren offenbarte sich vor allem ein Problem, das so manchem, der die Geschäftsmöglichkeiten des Netzes für sich entdeckte, nicht all zu fremd sein dürfte.
Infografik: Pornhub: Ein Jahr in Zahlen
Das Ermittlungsverfahren gegen den Deutschen Fabian Thylmann zog sich über Jahre hin. Bereits vor vier Jahren wurde er aufgrund der Sache in Belgien festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert. Die lange Zeit ist in komplexeren Wirtschaftsstrafsachen aber nicht gänzlich ungewöhnlich.
Als die Angelegenheit nun aber abschließend vor Gericht ging, war sie auch relativ schnell erledigt. Thylmann räumte hier ein, über mehrere Jahre hinweg keine ordentlichen Steuererklärungen abgegeben zu haben. Das Finanzamt hatte daraufhin wie üblich nach Schätzungen besteuert - in der Realität sollen Thylmanns Einkünfte aber deutlich über den üblicherweise recht hoch angesetzten Schätzungen gelegen haben. Im Zuge der Ermittlungen half er bei der Aufklärung der korrekten Steuerschuld und zahlte diese auch komplett nach.
In der Zeit, in der er die Erotik-Branche mit seinen neuen Angeboten komplett durcheinander wirbelte, gab es viel zu tun. Alles entwickelte sich schnell und es folgten diverse Geschäftsreisen, Besprechungen und eine generell hohe Arbeitsbelastung, so dass die regelmäßige Fertigstellung von Steuererklärungen schlicht hinten runtergefallen war, so die Darstellung der Sachlage vor Gericht. Vor diesem räumte der Angeklagte ein, dass er dieses Versäumnis heute bedauere.
Aufgrund seiner Bereitschaft, die Aufklärung zu unterstützen, und der heutigen Haltung fiel das Urteil letztendlich vergleichsweise milde aus. Das Gericht verhängte eine Haftstrafe von einem Jahr und vier Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurden. Weiterhin muss Thylmann 150.000 Euro zahlen. Hilfreich für dieses Ende war wohl auch, dass er sich in einer zweiten Steuersache rechtzeitig mit den Behörden einigen konnte. Hier wurde alles nachträglich aufgeklärt und bezahlt, so dass es gar nicht erst zum Prozess kam. Weder Staatsanwaltschaft noch der Angeklagte hatten etwas gegen das Urteil einzuwenden, so dass es direkt rechtskräftig wurde.
Infografik: Pornhub: Ein Jahr in Zahlen
Das Ermittlungsverfahren gegen den Deutschen Fabian Thylmann zog sich über Jahre hin. Bereits vor vier Jahren wurde er aufgrund der Sache in Belgien festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert. Die lange Zeit ist in komplexeren Wirtschaftsstrafsachen aber nicht gänzlich ungewöhnlich.
Als die Angelegenheit nun aber abschließend vor Gericht ging, war sie auch relativ schnell erledigt. Thylmann räumte hier ein, über mehrere Jahre hinweg keine ordentlichen Steuererklärungen abgegeben zu haben. Das Finanzamt hatte daraufhin wie üblich nach Schätzungen besteuert - in der Realität sollen Thylmanns Einkünfte aber deutlich über den üblicherweise recht hoch angesetzten Schätzungen gelegen haben. Im Zuge der Ermittlungen half er bei der Aufklärung der korrekten Steuerschuld und zahlte diese auch komplett nach.
Zu viel zu tun
Noch als Student hatte der Unternehmer begonnen, IT-Beratungen für Pornoseiten durchzuführen. Bekannt wurde er letztlich durch den Aufbau eines eigenen Firmenimperiums, das bekannte Plattformen wie YouPorn, PornHub und MyDirtyHobby umfasste. Inzwischen hat Thylmann diese längst verkauft und will mit dem erwirtschafteten Geld nun als Investor für Startups tätig sein.In der Zeit, in der er die Erotik-Branche mit seinen neuen Angeboten komplett durcheinander wirbelte, gab es viel zu tun. Alles entwickelte sich schnell und es folgten diverse Geschäftsreisen, Besprechungen und eine generell hohe Arbeitsbelastung, so dass die regelmäßige Fertigstellung von Steuererklärungen schlicht hinten runtergefallen war, so die Darstellung der Sachlage vor Gericht. Vor diesem räumte der Angeklagte ein, dass er dieses Versäumnis heute bedauere.
Aufgrund seiner Bereitschaft, die Aufklärung zu unterstützen, und der heutigen Haltung fiel das Urteil letztendlich vergleichsweise milde aus. Das Gericht verhängte eine Haftstrafe von einem Jahr und vier Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurden. Weiterhin muss Thylmann 150.000 Euro zahlen. Hilfreich für dieses Ende war wohl auch, dass er sich in einer zweiten Steuersache rechtzeitig mit den Behörden einigen konnte. Hier wurde alles nachträglich aufgeklärt und bezahlt, so dass es gar nicht erst zum Prozess kam. Weder Staatsanwaltschaft noch der Angeklagte hatten etwas gegen das Urteil einzuwenden, so dass es direkt rechtskräftig wurde.
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Christian Kahle
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