Mobilfunk-Störung traf gleichzeitig alle Anbieter an der US-Ostküste

Mobilfunk, Lte, Antenne Bildquelle: onlinespectrum
Am gestrigen Vormittag (Ortszeit) standen in den USA zahlreiche Mobilfunknutzer ohne funktionierende Verbindungen da. Betroffen waren keinesfalls die Kunden eines einzelnen Netzbetreibers, sonder faktisch alle, die sich in den Ostküsten-Regionen des Landes aufhielten.

Mobilfunk-Ausfall an US-OstküsteDownDetector zeigt parallele Störung
Der Ausfall begann um 11:30 Uhr und dauerte lediglich eine dreiviertel Stunde an. Betroffen waren alle Mobilfunk-Provider, die an der Ostküste der USA aktiv sind: AT&T, Verizon, Sprint, Comcast und T-Mobile sowie die auf deren Netzen aktiven Discounter. Glücklicherweise betraf die Störung lediglich einen Teil der Sprachtelefonate, Gespräche mit Nutzern in den gleichen Netzen und zum Teil auch überregional waren weiterhin möglich, die Datenverbindungen fielen nicht aus.

Der Ausfall weist jedoch auf ein grundlegendes Problem hin: Alle Mobilfunk-Betreiber leiten ihre Gespräche über das Netzwerk des großen Backbone-Betreibers Level 3. Bei diesem kam es allerdings zu einem Konfigurations-Problem, das dann die genannten Folgen nach sich zog, sich aber relativ zügig wieder beheben ließ.

Vielfalt ist noch keine Sicherheit

Für eine Vielfalt an Netzbetreibern spricht gemeinhin immer auch das Argument, dass mehrere Marktteilnehmer eben auch eine Redundanz in Sachen Infrastruktur bedeuten. Im Notfall besteht so grundsätzlich die Möglichkeit, einen funktionierenden Telekommunikations-Dienst erreichen zu können, auch wenn es bei einzelnen zu schwererwiegenden Ausfällen kommt.

Die Diversität ist aber eben nur eine scheinbare, wenn letztlich alle Netzbetreiber am gleichen Backbone hängen und dieser zum Nadelöhr wird. Alternative Routen, die automatisch zum Einsatz kommen, wenn es in eine Richtung nicht mehr weitergeht, waren im gestrigen Fall offenbar nicht vorhanden. Vergleichbare Fälle im Internet, bei denen beispielsweise wichtige Unterseekabel beschädigt wurden, brachten zwar auch Probleme mit sich, doch keine kompletten Ausfälle. Als beispielsweise die wichtigste Backbone-Verbindung zwischen Europa und dem östlichen Asien blockiert war, liefen die Daten über weniger leistungsfähige Verbindungen auf dem Festland. So war die Kommunikation zwar erheblich verlangsamt und es war teilweise schwierig, hierzulande eine Webseite aus Korea oder China zu öffnen, doch komplett unmöglich war es nicht. Glasfaser, Licht, Fiber Glasfaser, Licht, Fiber Vodafone
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