10 Mal mehr Traffic als gedacht: Details zum Pokémon-Go-Ansturm

Google, Cloud, Nutzerdaten, Traffic, Pokemon Go, Niantic Labs Bildquelle: Google
Mittlerweile hat sich der weltweite Ansturm beim Mobile-Game Pokémon Go in einen Nutzerschwund gewandelt. Wie die Macher von Niantic jetzt verraten, war die Zahl der Spieler auf den Servern zur Hochzeiten 10 Mal höher als die größten Schätzungen hatten vermuten lassen.

Einfach unterschätzt

Dass es beim Start von Spielen mit Online-Funktionen gerne mal zu Problemen mit den überrannten Servern kommen kann, sind viele Spieler von unzähligen holprigen Launchtagen schon gewohnt. Auch beim gestaffelten Start von Pokémon Go rund um den Globus hatten die Entwickler von Niantic immer wieder Probleme, den Service aufrechtzuerhalten. Wie die Macher jetzt in einem Blogbeitrag erläutern, war für diesen holprigen Start auch eine absolute Fehleinschätzung der potenziellen Nutzerbasis verantwortlich. Pokémon GOPokémon Go Traffic-Wachstum: Damit hatte keiner gerechnet Wie Luke Stone, Director of Customer Reliability Engineering bei Googles Cloud-Service, in einem Blogbeitrag schreibt, sei er trotz jahrelanger Erfahrung vollkommen von dem Traffic-Wachstum bei dem Spiel überrascht worden - Niantic nutzt als Teil von Google dessen Online-Infrastruktur. Bei seiner Karriere als Ingenieur sei er schon an unzähligen Projekten beteiligt gewesen, die Millionen Nutzer verzeichneten, normalerweise finde dieser Aufstieg aber über Monaten statt. Ein Wachstum wie bei Pokémon Go habe er noch nie erlebt. Pokémon GODiese Teams mussten der Nutzeransturm bewältigen Bereits 15 Minuten nach dem Launch in Australien und Neuseeland hatte der verzeichnete Traffic schon alle Schätzungen von Niantic übertroffen - ein erstes Anzeichen, dass man die Erfolgschancen des eigenen Produkts wohl deutlich unterschätzt hatte. Das Entwicklungsstudio soll sich daraufhin mit Google in Verbindung gesetzt haben, um für den anstehenden Launch in den USA mehr Kapazitäten anzufordern. Wie eine Grafik zeigt, hatte Pokémon Go zu seiner Hochzeit 10 Mal mehr Traffic produziert, als das im Worst-Case-Szenario vermutet worden war.

Pokémon GOPokémon GOPokémon GOPokémon GO
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Motorwechsel im Flug

Wie Stone im Blogbeitrag eingesteht, konnten Google und Niantic nicht verhindern, dass es beim Launch zu Problemen kam. Die Server für neue Spieler vorzubereiten und gleichzeitig den Service für die bestehende Nutzerbasis aufrechtzuerhalten, sei aber eine "tollkühne technische Meisterleistung" gewesen. "Das ist wie, wenn man den Flugzeugmotor während des Fluges wechseln würde", so der Google-Ingenieur.

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