T-Mobile USA: Unbegrenzt Gratis-Surfen dank kuriosem 'Speedtest-Bug'

Ceo, T-Mobile USA, John Legere Bildquelle: T-Mobile US
Ein amerikanischer Teenager hat es geschafft, sich mit einem im Grunde recht einfachen Trick kostenlos und über längere Zeit Zugriff auf das mobile Internet zu verschaffen, ohne dass die in seinem Smartphone eingesetzte SIM-Karte des US-Netzbetreibers T-Mobile aktiv war oder er ein Datenpaket gebucht hatte. Dazu nutzte er ein Schlupfloch, das T-Mobile offenbar für die Nutzung des bekannten Verbindungs-Testers Speedtest gelassen hatte.
Der Jugendliche aus dem US-Bundesstaat Virginia fand heraus, dass sich seine Prepaid-SIM-Karte von T-Mobile USA trotz inzwischen abgelaufener Aktivierung und ohne gebuchte Datenpakete in das Netz des Providers einbuchte und er damit trotz allem die Speedtest-App zum Testen der Verbindungsgeschwindigkeit nutzen konnte. Bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, dass T-Mobile dafür eine spezielle Ausnahme machte.

Mit Hilfe eines Netzwerküberwachungs-Tools stellte er fest, dass alle URLs mit dem String "/speedtest" offenbar ohne weiteres erreichbar waren, auch wenn die jeweilige SIM-Karte keine Aktivierung aufweist oder kein Datenpaket gebucht ist. In einem weiteren Experiment richtete der Jugendliche einen Server mit "/speedtest" in der Adresse ein, um zu testen, ob sich nicht sämtlicher Traffic über diesen Proxy leiten ließ. Tatsächlich funktionierte dies überraschenderweise ohne weiteres.

Da der junge Mann offenbar ein ehrlicher Mensch ist, wandte er sich an T-Mobil in den USA, erhielt jedoch bis zuletzt keine Antwort von einer zuständigen Stelle. Um auf das "Problem" aufmerksam zu machen, veröffentlichte er seine Erkenntnisse im Anschluss auf einem Medium-Blog, da das Problem im Grunde einfach zu lösen ist.

So könnte T-Mobile einfach die bekannten Speedtest-Dienste in seinem Netzwerk auf eine Whitelist setzen, um die Möglichkeit der Geschwindigkeitsprüfung ohne aktiviertes Datenpaket weiterhin zu ermöglichen. Inzwischen hat er natürlich auch den zu Testzwecken eingerichteten Proxy abgeschaltet, über den er zeitweise kostenlos und unbeschränkt im Web surfen konnte.

Der Gratis-Surf-Trick war ohnehin nur unter den speziellen, für das Netz von T-Mobile geltenden Bedinungen ausnutzbar. So sind die SIMs der US-Tochter der Deutschen Telekom auch grundsätzlich nach dem ersten Einlegen aktiv und der Kunde kann eine ganz bestimmte Reihe von Websites von T-Mobile aufrufen, um seinen Account einzurichten und zu aktualisieren oder auch Guthaben aufzuladen, ohne dafür in ein Ladengeschäft gehen zu müssen. Zu den URLs, die T-Mobile SIMs dabei ohne Guthaben erreichen können, gehören offensichtlich auch die Speedtest-Seiten. Ceo, T-Mobile USA, John Legere Ceo, T-Mobile USA, John Legere T-Mobile US
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