Gaming-Studie: Schnellere Reaktion, auffälliges Sozialverhalten
Eine neue Studie einer spanischen Forschergruppe soll Zusammenhänge zwischen dem Sozialverhalten von Kindern und deren Videospielkonsum klären. Dabei befragten die Wissenschaftler zum einen die Eltern und untersuchten die Kinder zum anderen mit dem MRT-Bildgebungsverfahren.
Die ersten Ergebnisse der neuen Studie wurden jetzt in dem Fachmagazin "Annals of Neurology" veröffentlicht. Untersucht hatten die Forscher über ein Jahr lang 2.442 Kinder im Alter zwischen sieben und elf Jahren, die ganz unterschiedlich intensiv am Computer spielten. Einige der Kinder wurden anschließend mit Hilfe der Magnetresonanztomographie genauer untersucht, um die per Fragebogen ermittelten Ergebnisse mit Veränderungen im Gehirn zu vergleichen.
Siehe auch: Ergebnisse erster Langzeit-Studie zu Gewaltspielen liegen nun vor
Andersherum zeigten jene Kinder, die mehr als neun Stunden die Woche am Computer spielten, Verhaltensauffälligkeiten. So sollen sie mehr Probleme im Kontakt mit Gleichaltrigen im normalen Alltag gezeigt haben. Allerdings weisen die Forscher darauf hin, dass sie andere Faktoren, wie zum Beispiel Probleme im Elternhaus und die Art der Spiele nicht mit in ihre Untersuchungen haben einfließen lassen. Man könne also nur bedingt Rückschlüsse daraus ziehen.
Eine "Empfehlung" für einen optimalen Nutzungsgrad kann man derzeit aber noch nicht daraus ableiten.
Lassen sich Entwicklungsstörungen belegen?
Die Frage, die die Forscher klären wollten, ist ob man bei Kindern und Videospielen sagen kann, dass zu viel Konsum von Computergames schädlich ist. Es wurde untersucht, ob sich Entwicklungsstörungen zeigen, und wenn ja, in welchem Umfang. Dabei kam heraus, dass sich bei den Kindern keine messbaren Ergebnisse zeigten, wenn sie weniger als zwei Stunden die Woche spielten.Siehe auch: Ergebnisse erster Langzeit-Studie zu Gewaltspielen liegen nun vor
Andersherum zeigten jene Kinder, die mehr als neun Stunden die Woche am Computer spielten, Verhaltensauffälligkeiten. So sollen sie mehr Probleme im Kontakt mit Gleichaltrigen im normalen Alltag gezeigt haben. Allerdings weisen die Forscher darauf hin, dass sie andere Faktoren, wie zum Beispiel Probleme im Elternhaus und die Art der Spiele nicht mit in ihre Untersuchungen haben einfließen lassen. Man könne also nur bedingt Rückschlüsse daraus ziehen.
Auffällige Veränderungen
In der Studie ging es aber in erster Linie auch gar nicht darum. Die Wissenschaftler wollten vielmehr herausfinden, ob es in der Gehirnstruktur der Heranwachsenden auffällige Veränderungen gibt. Die Auswertungen werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen, um dann neue Untersuchungen einzuleiten.Verbesserte Reaktionsfähigkeit
Die Forscher haben damit nun aber schon einmal ermittelt, dass Kinder auch positive Effekte durch die Nutzung von Videospielen haben. Dazu gehört eine verbesserte, messbare Reaktionsfähigkeit im Vergleich zu jenen Kindern, die keine Computergames anfassten.Eine "Empfehlung" für einen optimalen Nutzungsgrad kann man derzeit aber noch nicht daraus ableiten.
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