375 Mbit/s im Mobilfunknetz:
erste Vodafone-Kunden bekommen 4,5G LTE
Die Frequenzen stehen bereit, die ersten Smartphones sind kompatibel: In Hannover hat der Mobilfunkanbieter Vodafone heute seine ersten Funkmasten für den 4,5G-LTE-Advanced-Standard freigegeben. In der Nähe vom Flughafen sind damit jetzt mobile Übertragungsraten von bis zu 375 Megabit/s möglich.
Vodafone-CEO Dr. Hannes Ametsreiter gab dazu heute in Hannover den Startschuss für die schnellsten Mobilfunk-Basisstationen in Deutschland. Die ersten sind nun am Netz, viele weitere werden in den kommenden Monaten folgen. "Als Gigabit-Company bringen wir Spitzengeschwindigkeiten ins ganze Land. 375 Megabit pro Sekunde im Mobilfunk bedeuten noch mehr Netz für unsere Kunden. Die schnellste Basisstation Deutschlands ist der nächste Meilenstein auf dem Weg in die Gigabit-Gesellschaft", so Ametsreiter. Weitere Stationen werden zunächst vor allem in Ballungsgebieten aufgerüstet.
Vodafone-CEO Dr. Hannes Ametsreiter gab heute in Hannover den Startschuss für 4,5G...
...einer der ersten Sendemasten im 4,5G-Betrieb steht in Langenhagen bei der Vodafone-Niederlassung.
Möglich wird die neue Turbo-Geschwindigkeit durch die Bündelung dreier Datenbänder, die den LTE-Turbo jetzt für erste Kunden Realität werden lässt. Die nötige Technik dafür stellt wieder der chinesische Netzwerkausrüster Huawei, genau wie schon im ersten Testballon für die kommende 5G-Technologie. Die neuen Masten funken für 4,5G dann im 800er, 1800er und 2600er MHz-Bereich. Zudem steht alles bestens für den geplanten Start von 5G im Jahr 2020, verriet der Vodafone-Chef.
Ein Nadelöhr für die neuen schnellen Geschwindigkeiten im mobilen Netz sind allerdings die Endgeräte. Benötigt wird für 4,5G ein Gerät mit LTE Cat9, so wie es derzeit in Deutschland nur die beiden Geräte der Samsung Galaxy S7-Reihe bieten, erläuterte Ametsreiter. Er zeigte sich aber zuversichtlich, dass die großen Hersteller schon bald ein breites Angebot mit entsprechenden Cat9-Geräten hierzulande sichern werden.
Diese neuen Geschwindigkeiten brachten Vodafone übrigens zu einem ganz neuen Problem - denn mit ihren bisherigen Messmethoden im mobilen Internet lassen sich die 375 Megabit/s für einzelne Downloads kaum noch sinnvoll tracken. Erst ab einer bestimmten Übertragungsgröße erhält man zuverlässige Daten.
Vodafone wird per Firmware-Update die Netzwerkprofile an die Triple Carrier Aggregation für das 4,5G-Netz angleichen. Kunden, die kein unterstütztes Gerät haben, werden aber durch die neue Sendemast-Technologie ebenfalls profitieren.
Übrigens: Die Konkurrenz arbeitet bereits an der Umsetzung der neuen Standards. So hat Telefonica heute in München den Startschuss für ein Pilotprojekt rund um das Münchner Olympiagelände gegeben. Dort steht nun auch ein Sendemast, der bereits mit 4,5G funkt - allerdings können o2- und Eplus-Nutzer davon derzeit noch nicht profitieren, der Versuch dient nur internen Testzwecken.
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...einer der ersten Sendemasten im 4,5G-Betrieb steht in Langenhagen bei der Vodafone-Niederlassung.
Ziel sind zehn Prozent theoretische Abdeckung
Das Ziel sei es bis Ende des Jahres theoretisch zehn Prozent aller Kunden mit dem neuen 4,5G-Netz zu erreichen. Vodafone steckt dazu in den nächsten Monaten viel Geld und Arbeit in den Ausbau. Wie hoch die Investitionen sein werden, ließ Ametsreiter aber nicht durchblicken.Möglich wird die neue Turbo-Geschwindigkeit durch die Bündelung dreier Datenbänder, die den LTE-Turbo jetzt für erste Kunden Realität werden lässt. Die nötige Technik dafür stellt wieder der chinesische Netzwerkausrüster Huawei, genau wie schon im ersten Testballon für die kommende 5G-Technologie. Die neuen Masten funken für 4,5G dann im 800er, 1800er und 2600er MHz-Bereich. Zudem steht alles bestens für den geplanten Start von 5G im Jahr 2020, verriet der Vodafone-Chef.
Ein Nadelöhr für die neuen schnellen Geschwindigkeiten im mobilen Netz sind allerdings die Endgeräte. Benötigt wird für 4,5G ein Gerät mit LTE Cat9, so wie es derzeit in Deutschland nur die beiden Geräte der Samsung Galaxy S7-Reihe bieten, erläuterte Ametsreiter. Er zeigte sich aber zuversichtlich, dass die großen Hersteller schon bald ein breites Angebot mit entsprechenden Cat9-Geräten hierzulande sichern werden.
Wie schnell sind 375 Megabit/s?
Was das Übertragungstempo von bis zu 375 Megabit/s überhaupt bedeutet, konnte man dazu heute gleich in einem Live-Test in Hannover Langenhagen erleben. Vodafone-Techniker konnten mit entsprechenden Geräten Übertragungsraten von konstanten 370 Megabit/s messen. Für heute übliche Datenübertragungen heißt das zum Beispiel, dass ein Kinofilm in Full-HD mit 6 GB in rund 2 Minuten 40 Sekunden heruntergeladen ist. Die Pokemon GO-App mit ihren 60 MB bräuchte dann gerade einmal eine Sekunde.Diese neuen Geschwindigkeiten brachten Vodafone übrigens zu einem ganz neuen Problem - denn mit ihren bisherigen Messmethoden im mobilen Internet lassen sich die 375 Megabit/s für einzelne Downloads kaum noch sinnvoll tracken. Erst ab einer bestimmten Übertragungsgröße erhält man zuverlässige Daten.
Vodafone wird per Firmware-Update die Netzwerkprofile an die Triple Carrier Aggregation für das 4,5G-Netz angleichen. Kunden, die kein unterstütztes Gerät haben, werden aber durch die neue Sendemast-Technologie ebenfalls profitieren.
Übrigens: Die Konkurrenz arbeitet bereits an der Umsetzung der neuen Standards. So hat Telefonica heute in München den Startschuss für ein Pilotprojekt rund um das Münchner Olympiagelände gegeben. Dort steht nun auch ein Sendemast, der bereits mit 4,5G funkt - allerdings können o2- und Eplus-Nutzer davon derzeit noch nicht profitieren, der Versuch dient nur internen Testzwecken.
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