Google: Translator mit Neuronalem Netz endlich bald einsatzbereit

Künstliche Intelligenz, Ki, Gehirn, Denken, Kopf Bildquelle: Saad Faruque (CC BY-SA 2.0)
Der Suchmaschinenkonzern Google wird in absehbarer Zeit auch hinter seinem Übersetzungs-Dienst mit Neuronalen Netzen arbeiten. Dadurch sollen die Weiterentwicklung für die Entwickler weniger komplex und die Ergebnisse wesentlich verbessert werden.
Die Arbeit mit entsprechenden Algorithmen hat in den letzten Jahren rasante Fortschritte erzielt. Jüngstes Beispiel hierfür ist der Erfolg solcher Algorithmen beim Go-Spiel, das sehr viel komplexer ist als beispielsweise Schach. Neuronale Netze bieten hier enorme Vorteile, da sie selbst Erkenntnisse aus großen Datenmengen ziehen und so lernen können.

Aktuelle Translator-Dienste werden im Grunde mit Vokabeln und den Basis-Regeln einer natürlichen Sprache gefüttert. Anschließend müssen die Entwickler aber auch dafür sorgen, dass massenhaft Ausnahmen eingearbeitet werden. Das führt dazu, dass entsprechende Systeme mit einzelnen Wörtern und gängigen Formulierungen zwar ganz passabel zurecht kommen aber keine komplexen Texte annähernd korrekt übersetzen können.

Maschine lernt selbst

Das so genannte Deep Learning der Neuronalen Netze funktioniert hingegen anders. Einfach gesagt: Die vorhandenen Algorithmen müssen nur mit möglichst vielen Daten gefüttert werden und lernen mit der Zeit selbst, wie ihre Aufgabe zu erledigen ist. Beim Go-System lieferte der Mensch die Grundregeln und eine größere Zahl an bereits gespielten Partien. Zwei gleich ausgestattete Rechner spielten dann viele Partien gegeneinander, um ihre Fähigkeiten immer weiter zu perfektionieren.

Ähnlich soll das auch bei Sprache funktionieren. Hier ist es sogar noch einfacher an die Basis-Daten zu gelangen: Texte liegen in allen möglichen Sprachen in großer Menge vor. Und in verschiedenen Bereichen wie der Literatur oder im internationalen Wirtschafts- und Diplomatie-Bereich gibt es auch sehr gute Übersetzungen von hoher Qualität.

Der Google-Mitarbeiter Jeff Dean berichtete, dass Neuronale Netze schon seit einer Weile für den Google Translator erprobt werden. Mittlerweile gibt es auch schon vielversprechende Ergebnisse, die allerdings noch nicht öffentlich im Einsatz sind. Das soll sich in absehbarer Zeit aber ändern. Man kann also darauf hoffen, dass spätestens in wenigen Jahren automatische Translator-Systeme verfügbar sein werden, die nahezu perfekte Übersetzungen von Texten im Web liefern. Künstliche Intelligenz, Ki, Gehirn, Denken, Kopf Künstliche Intelligenz, Ki, Gehirn, Denken, Kopf Saad Faruque (CC BY-SA 2.0)
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