Google: Translator mit Neuronalem Netz endlich bald einsatzbereit

Der Suchmaschinenkonzern Google wird in absehbarer Zeit auch hinter seinem Übersetzungs-Dienst mit Neuronalen Netzen arbeiten. Dadurch sollen die Weiterentwicklung für die Entwickler weniger komplex und die Ergebnisse wesentlich verbessert werden. mehr... Künstliche Intelligenz, Ki, Gehirn, Denken, Kopf Bildquelle: Saad Faruque (CC BY-SA 2.0) Künstliche Intelligenz, Ki, Gehirn, Denken, Kopf Künstliche Intelligenz, Ki, Gehirn, Denken, Kopf Saad Faruque (CC BY-SA 2.0)

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Endlich oder bald ?
 
Warum gabs das damals noch nicht, als ich Spanisch in der Schule lernen musste? ;)
 
"Man kann also darauf hoffen, dass spätestens in wenigen Jahren automatische Translator-Systeme verfügbar sein werden, die nahezu perfekte Übersetzungen von Texten im Web liefern." Eine höchst schwammige Aussage, die auch in den 90ern so schon oft genug geäußert wurde.

Sprache ist ein komplexeres System als zum Beispiel ein Flugzeug. Wenn ein Pilot heutzutage felsenfest darauf beharrt, dass er so schnell nicht überflüssig wird, da er ja Entscheidungen treffen und das System zumindest überwachen müsse, wird andächtig genickt. Wenn Dolmetscher sagen, dass Sprache zu dynamisch und vieldeutig ist und für die meisten Sprachen auf dem Planeten die nötige Datengrundlage für eine vollständige Automatisierung mittels statistischer Modelle nicht vorliegt, wird gelächelt.
 
@pool:
Alle Berufe in denen nicht hohe kreative oder soziale Anforderungen bestehen ist von Deep Learning Prozessen bedroht. Die Arbeit von Dolmetschern und Pilot mag zwar maximal differnt sein ist aber dennoch systematisierbar...
 
@pool: PLUS! An diese Aussagen erinnere ich mich auch, seit mehr als zwanzig Jahren wird das gesagt und die KI-Träume und -Versprechungen aus den Siebzigern sind noch älter. Zwar steigen Rechenleistung und Systemkapazitäten, wodurch neuronale Systeme erst machbar werden, aber die Komplexität von Sprachen ist so hoch, daß ich selbst bei der hohen Geschwindigkeit des technischen Fortschritts das Ziel in weiter Ferne liegen sehe. Es werden sich bestimmt einige Leute mehr als bislang mit ihren Übersetzungswünschen durch GoogleTranslator und ähnliche Werkzeuge quälen und sicher werden sie eine bessere Übersetzung aus einer Fremdsprache in ihre eigene Sprache erhalten, um zumindest den Sinn der Textaussage recht gut erkennen zu können, aber man achte darauf, wie viele kleine und große Textmängel, falsche Wort- und Ausdruckswahl dabei zusammenkommen, die man aber (nur zum Erkennen des Inhaltes) hinnimmt. Für eine richtige Übersetzung, die in irgendeiner Form gedruckt, weitergegeben und von anderen benutzt und verarbeitet werden muß, ist das inakzeptabel. Der Empfänger wird selbst bei einer weit geringeren Fehlerquote das Dokument verwerfen, weil die Qualität einfach ungenügend ist. Bis der "Next Generation"-Kommunikator mit integrierter Übersetzerfunktion und Echtzeit-Dialogmöglichkeit funktioniert, wird es wahrscheinlich eben genau so lange dauern, wie die Erlebnisse von Captain Picard und seiner Mannschaft auf der Zeitlinie von uns entfernt sind. Irgendwo im Internet kann man bestimmt eine TNG-Sternzeit in klassische Erdjahreszählung umrechnen ...
 
Wenn man sich überlegt, in welchem Tempo sich die Technik entwickelt hat: Der erste Computer Z3 1941. Und wo wir Heute stehen!
In 50 Jahren wird es Dinge geben, von denen wir nicht mal geträumt haben.
Natürlich muss es die Menschheit dann noch geben - das ist leider ungewiss ...
 
@Ice-Tee: In 68 Jahren schreiben wir das Jahr 2084 ... 100 Jahre nach dem Jahr der orwellschen Schreckensvision wird die dann existierende Wirklichkeit (sofern die Menschheit noch existiert) Orwells schrecklichste Alpträume und Hollywoods gruseligste Endzeitvisionen wie Kindergeburtstage erscheinen lassen. Nach Jahrhunderten grausamer Zeiten sind einige ganz wenige halbwegs löbliche Jahrzehnte (60-70-80) und die sich damals ausbreitenden Hoffnungen und Bestrebungen auf das Erreichen von Verbesserungen vorbei (nein, ich will die Zeiten nicht träumerisch schönreden, es gab damals wie heute viele Probleme, aber es gab eben gewisse Rahmenbedingungen, die nun massiv abgebaut werden) und mindestens seit Anfang der Neunziger wurde der Grundstein gelegt für die Rückkehr zur Zweiklassengesellschaft, zur brutalen gesellschaftlichen Aufspaltung, begleitet (das allerdings schon wie vor zweitausend Jahren) mit Brot und Spielen, ergänzt um den vorrangig multimedialen Konsumterror, also das heutige Brot&Spiele-Angebot für die breite Masse, die dumm gehalten werden muß. Wenn dann jeder zur Geburt noch das bis dahin erfundene kostenlose intrakraniale Kontrollmodul eingesetzt bekommt, ist alles "gut". Das konnte Orwell in seinen Träumen noch nicht sehen.
Ich bin übrigens kein Technik-Gegner, im Gegenteil. Das Dumme ist nur, daß der menschliche Geist, insbesondere seine Ethik und seine Wertvorstellungen und Regeln für einen wirklich humanen Umgang sowohl mit den Mitmenschen und dem Planeten und seiner Bewohner als Ganzes sich nicht mal annähernd entsprechend zu den technischen Möglichkeiten weiterentwickeln, eher im Gegenteil. Egoismus und Kommerz fahren wie Dampfwalzen über alle Wertegrenzen hinweg, macht aber nichts, denn der Einzelne erscheint von weit oben betrachtet doch nur wie eine Ameise, deren Zertreten lediglich einen Kollateralschaden bedeutet, wenn denn überhaupt.
Nun bin ich ziemlich weit vom Thema "Neuronale Netze" entfernt, andererseits werden deren Möglichkeiten auch neue Wege der Kontrolle ermöglichen, dann sind wir wieder beim Thema.
Gute Nacht allerseits!
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