Netflix kodiert sein ganzes Archiv um und will 20% Traffic sparen
Der Videostreaming-Dienst Netflix will im neuen Jahr den Traffic in der Internet-Infrastruktur merklich senken. Dafür wird das gesamte Archiv von über einem Petabyte an Filmen und Serien neu kodiert, wodurch das Datenaufkommen bei gleichbleibender Qualität signifikant sinken soll.
Durchschnittlich lassen sich dadurch nach Angaben des Unternehmens 20 Prozent der Datenmenge einsparen. Angesichts dessen, dass die Netflix-Streams in Nordamerika inzwischen über 70 Prozent der gesamten Last in den Netzwerken ausmachen, entspricht dies letztlich einer ziemlich großen Datenmenge, die nicht mehr durch die Leitungen transportiert werden muss.
Dass man trotz der neuen Codecs keine geringere Bildqualität liefern wird, stellte das Unternehmen mit einem Experiment unter Beweis, berichtete das US-Magazin Variety. Über mehrere Monate hinweg hingen im Eingangs-Foyer des Firmensitzes im kalifornischen Los Gatos zwei Fernseher nebeneinander, auf denen jeweils der gleiche Film oder die gleiche Serien-Episode parallel abgespielt wurden.
Die Quelle eines der Geräte war der normale Netflix-Dienst. Das andere wurde bereits mit Materialien versorgt, die mit dem neuen Codec bearbeitet waren. Wer immer von den Zuschauern - die im wesentlichen aus Netflix-Personal bestanden und unter denen sich durchaus auch viele Video-Experten befanden - an irgendeiner Stelle einen Qualitätsunterschied zwischen den beiden Bildern feststellen konnte, sollte eine Flasche Champagner erhalten. Und obwohl viele geschulte Augen hinsahen, habe das Unternehmen keine einzige Flasche herausgeben müssen.
Laut Netflix hätten die Entwickler der Firma seit 2011 an den neuen Technologien gearbeitet, die nun zum Einsatz gebracht werden sollen. Dabei bricht das Unternehmen auch mit einem bisherigen Paradigma: Die Bitrate der Streams wurde bisher nur davon abhängig gemacht, welche Internet-Anbindung dem Nutzer zur Verfügung steht. Je nach Performance der Verbindung konnte der Stream so durchaus einmal zwischen verschiedenen Stufen umschalten.
Zukünftig sollen auch die Inhalte selbst eine Rolle spielen. Während ein Action-Blockbuster mit vielen Details und schnellen Bewegungen beispielsweise höhere Datenraten zur Verfügung gestellt bekommt, werden Trickfilme mit relativ einfach darzustellenden Bildern hingegen weniger Traffic verursachen, ohne dass die Qualität darunter leiden soll. So soll es letztlich beispielsweise ausreichen, "My Little Pony" in einer Auflösung von 1080p mit 1,5 Megabyte pro Sekunde auszuliefern.
Dass man trotz der neuen Codecs keine geringere Bildqualität liefern wird, stellte das Unternehmen mit einem Experiment unter Beweis, berichtete das US-Magazin Variety. Über mehrere Monate hinweg hingen im Eingangs-Foyer des Firmensitzes im kalifornischen Los Gatos zwei Fernseher nebeneinander, auf denen jeweils der gleiche Film oder die gleiche Serien-Episode parallel abgespielt wurden.
Die Quelle eines der Geräte war der normale Netflix-Dienst. Das andere wurde bereits mit Materialien versorgt, die mit dem neuen Codec bearbeitet waren. Wer immer von den Zuschauern - die im wesentlichen aus Netflix-Personal bestanden und unter denen sich durchaus auch viele Video-Experten befanden - an irgendeiner Stelle einen Qualitätsunterschied zwischen den beiden Bildern feststellen konnte, sollte eine Flasche Champagner erhalten. Und obwohl viele geschulte Augen hinsahen, habe das Unternehmen keine einzige Flasche herausgeben müssen.
Laut Netflix hätten die Entwickler der Firma seit 2011 an den neuen Technologien gearbeitet, die nun zum Einsatz gebracht werden sollen. Dabei bricht das Unternehmen auch mit einem bisherigen Paradigma: Die Bitrate der Streams wurde bisher nur davon abhängig gemacht, welche Internet-Anbindung dem Nutzer zur Verfügung steht. Je nach Performance der Verbindung konnte der Stream so durchaus einmal zwischen verschiedenen Stufen umschalten.
Zukünftig sollen auch die Inhalte selbst eine Rolle spielen. Während ein Action-Blockbuster mit vielen Details und schnellen Bewegungen beispielsweise höhere Datenraten zur Verfügung gestellt bekommt, werden Trickfilme mit relativ einfach darzustellenden Bildern hingegen weniger Traffic verursachen, ohne dass die Qualität darunter leiden soll. So soll es letztlich beispielsweise ausreichen, "My Little Pony" in einer Auflösung von 1080p mit 1,5 Megabyte pro Sekunde auszuliefern.
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