Amazon will Google an dessen Haupteinnahmequelle angreifen
Der Online-Handelskonzern Amazon will den Suchmaschinen-Konzern Google an dessen Haupteinnahmequelle angreifen: Der Online-Werbung. Aufgrund seiner inzwischen erreichten Größe und des Wissens über seine Kunden fühlt sich das Unternehmen nun offenbar in der Lage, hier Erfolge zu erzielen.
Wie das Wall Street Journal von gut informierten Quellen erfahren haben will, plant Amazon dabei ein zweistufiges Vorgehen, dessen Ziel letztlich darin besteht, dem Marktführer Google einen signifikanten Anteil vom Online-Werbekuchen abzuzwacken. Der Suchmaschinenkonzern bringt es hier jährlich auf einen Umsatz von rund 50 Milliarden Dollar.
Auch hier geht es darum, den Internet-Nutzern möglichst gezielt Werbung zu präsentieren, bei denen es um Produkte geht, die ihren Interessen entsprechen könnten. Google setzt hier auf das allgemeine Nutzungsverhalten der jeweiligen Anwender. Amazon will hingegen damit punkten, besser als der Marktführer zu wissen, welche Waren einzelne User tatsächlich zu kaufen bereit sind.
Wenn das System nach den Vorstellungen der Entwickler läuft, will Amazon einen Schritt weitergehen und auch Googles AdSense-Programm stärker ins Visier nehmen. Auch hier sollen Betreiber von Webseiten Anzeigen in ihre Angebote einbinden können. Amazon übernimmt dabei die Vermarktung der Werbeplätze und teilt sich den Umsatz mit dem jeweiligen Seitenbetreiber.
Aufbau Schritt für Schritt
In einem ersten Schritt will Amazon selbst vermarktete Anzeigen auf der eigenen Plattform platzieren, wie es heute bereits in begrenztem Umfang bei den Amazon Sponsored Links der Fall ist. Hier kommt das Unternehmen auf rund 250 Millionen aktive Nutzer im Monat. Potenziellen Partnern habe man dem Vernehmen nach bereits angekündigt, dass dieses Programm noch in diesem Jahr starten soll. Allerdings dient dies wohl eher der Sammlung zusätzlicher Erfahrungen in dem Bereich und der Optimierung des neu aufzubauenden Geschäfts.Auch hier geht es darum, den Internet-Nutzern möglichst gezielt Werbung zu präsentieren, bei denen es um Produkte geht, die ihren Interessen entsprechen könnten. Google setzt hier auf das allgemeine Nutzungsverhalten der jeweiligen Anwender. Amazon will hingegen damit punkten, besser als der Marktführer zu wissen, welche Waren einzelne User tatsächlich zu kaufen bereit sind.
Wenn das System nach den Vorstellungen der Entwickler läuft, will Amazon einen Schritt weitergehen und auch Googles AdSense-Programm stärker ins Visier nehmen. Auch hier sollen Betreiber von Webseiten Anzeigen in ihre Angebote einbinden können. Amazon übernimmt dabei die Vermarktung der Werbeplätze und teilt sich den Umsatz mit dem jeweiligen Seitenbetreiber.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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