Gaming-Firma missbrauchte Nutzer-PCs als Botnetz
Der Betreiber der Spiele-Community E-Sports Entertainment (ESEA) muss eine Geldstrafe zahlen, weil er die Rechner seiner Nutzer missbrauchte, um sich einige Nebeneinkünfte zu sichern.
Die Firma bietet eine Software an, die das Cheaten in Spielen unterbinden soll. Diese müssen sich Gamer installieren, wenn sie sich mit den Servern des Unternehmens verbinden und gegen andere Nutzer antreten wollen. Zusammen mit dem Programm soll ESEA aber auch Code ausgeliefert haben, der die Rechner der Anwender dazu missbrauchte, Einheiten der virtuellen Währung Bitcoin zu generieren.
Dies fiel jedoch im Mai dieses Jahres auf und veranlasste die Generalstaatsanwaltschaft des US-Bundesstaates New Jersey sich einzuschalten. Nach deren Ermittlungen hatte die Firma insgesamt rund 14.000 Rechner in das so geschaffene Botnetz eingebunden. Diese sollen Bitcoins im Wert von damals rund 3.500 Dollar generiert haben.
Doch dies war noch nicht alles. Der Code auf den infizierten Rechnern soll außerdem das Nutzungsverhalten weit über die Nutzung der Gaming-Software hinaus gemessen und an die Firma übermittelt haben. Dafür musste das Anti-Cheat-Programm noch nicht einmal aktiv sein.
Unklarheit herrscht weiterhin darüber, was sich hinter den Kulissen abspielte. Das Unternehmen macht für den Vorfall einen Entwickler verantwortlich, der im Alleingang gehandelt habe und inzwischen entlassen wurde. Die Staatsanwaltschaft sieht hingegen durchaus eine Mitwisserschaft seitens der Firmengründer.
Der Fall landet - zumindest vorerst - nicht vor Gericht. ESEA gelang es, eine außergerichtliche Einigung auszuhandeln. Diese setzt eine Geldstrafe in Höhe von 1 Million Dollar fest. Von dieser muss allerdings erst einmal nur ein Betrag von 325.000 Dollar bezahlt werden. Der übrige Teil würde fällig, wenn sich das Unternehmen nicht an die Auflagen hält, die ihm für einen Zeitraum von zehn Jahren auferlegt wurden.
Dies fiel jedoch im Mai dieses Jahres auf und veranlasste die Generalstaatsanwaltschaft des US-Bundesstaates New Jersey sich einzuschalten. Nach deren Ermittlungen hatte die Firma insgesamt rund 14.000 Rechner in das so geschaffene Botnetz eingebunden. Diese sollen Bitcoins im Wert von damals rund 3.500 Dollar generiert haben.
Doch dies war noch nicht alles. Der Code auf den infizierten Rechnern soll außerdem das Nutzungsverhalten weit über die Nutzung der Gaming-Software hinaus gemessen und an die Firma übermittelt haben. Dafür musste das Anti-Cheat-Programm noch nicht einmal aktiv sein.
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Christian Kahle
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