Die Wolke soll Geheimnisse des Universums enthüllen
Das europäische Kernforschungszentrum CERN will seine Rechenkapazitäten zukünftig flexibel über Cloud-Dienste erweitern können. Denn die Forscher dort stoßen immer wieder an Kapazitäts-Grenzen.
Bisher kann das Institut, das den größten Teilchenbeschleuniger der Welt betreibt, auf die Leistung eines ganzen Netzwerkes von Datenzentren zurückgreifen. Doch selbst dies reicht nicht für die riesigen Mengen an Daten, die die dort installierten Sensor-Systeme bei der Erforschung von Elementarteilchen hervorbringen.
Durch eine Anbindung an Cloud-Infrastrukturen sollen zukünftig bei Bedarf noch weit höhere Leistungen bei der Analyse eingesetzt werden können. In einem Pilotprojekt arbeitet man daher nun mit dem Cloud-Betreiber Rackspace zusammen. Auf Basis von OpenStack wird dieser im Rahmen der Partnerschaft eine Infrastructure-as-a-Service (IaaS)-Plattform entwickeln, deren Grundlagen schon in einer Kooperation mit der US-Raumfahrtbehörde NASA gelegt wurden.
Wie Tim Bell, der Leiter der OIS Group in der IT-Abteilung des CERN gegenüber Slashdot erklärte, soll der Fokus erst einmal auf der Berechnung von Simulationen liegen. Hier versucht man sich im Vorfeld ein Bild darüber zu machen, was bei den Experimenten am Teilchenbeschleuniger eigentlich herauskommen müsste. Auf Basis der jeweiligen Theorie wird also berechnet, wie sich Teilchen verhalten sollten. Das schafft letztlich die Vergleichsgrundlage zur Überprüfung dessen, was die theoretische Physik hergeleitet hat.
Das soll zumindest die bestehenden Kapazitäten entlasten und Platz für die Analyse der Messdaten schaffen. "Ich gehe davon aus, dass wir später auch Datenanalysen in der Cloud machen werden, aber dafür haben wir im Moment keine Zeit", so Bell. Denn dafür wären wohl doch aufwändigere Anpassungen notwendig, da Cloud-Dienste sich letztlich anders verhalten, als die stark auf die Anforderungen des CERN ausgelegten eigenen Datenzentren.
Andererseits können Cloud-Systeme für einige Aufgaben recht einfach genutzt werden. Denn die Wissenschaftler am CERN schreiben ihre Forschungs- und Analyse-Programme in einer Kombination auf C++ und Python auf Linux-Plattformen und entsprechende Umgebungen gehören für Cloud-Betreiber zum Standard. Vorgefertigte Software-Lösungen, in deren Konfiguration sich die Techniker erst einarbeiten müssten, können ohnehin kaum eingesetzt werden, da die Anforderungen zu speziell und komplex sind.
Die Kooperation zwischen CERN und Rackspace soll letztlich auch wichtige Erkenntnisse für die gesamte Wissenschaftswelt darüber liefern, welche Aufgaben gut an öffentliche Cloud-Plattformen ausgelagert werden können. Im Zuge des Pilotprojektes, das bis 2015 vereinbart wurde, wird das CERN Zugriff auf bis zu 15.000 Hypervisors haben, auf denen bis zu 150.000 virtuelle Maschinen laufen.
Durch eine Anbindung an Cloud-Infrastrukturen sollen zukünftig bei Bedarf noch weit höhere Leistungen bei der Analyse eingesetzt werden können. In einem Pilotprojekt arbeitet man daher nun mit dem Cloud-Betreiber Rackspace zusammen. Auf Basis von OpenStack wird dieser im Rahmen der Partnerschaft eine Infrastructure-as-a-Service (IaaS)-Plattform entwickeln, deren Grundlagen schon in einer Kooperation mit der US-Raumfahrtbehörde NASA gelegt wurden.
Wie Tim Bell, der Leiter der OIS Group in der IT-Abteilung des CERN gegenüber Slashdot erklärte, soll der Fokus erst einmal auf der Berechnung von Simulationen liegen. Hier versucht man sich im Vorfeld ein Bild darüber zu machen, was bei den Experimenten am Teilchenbeschleuniger eigentlich herauskommen müsste. Auf Basis der jeweiligen Theorie wird also berechnet, wie sich Teilchen verhalten sollten. Das schafft letztlich die Vergleichsgrundlage zur Überprüfung dessen, was die theoretische Physik hergeleitet hat.
Das soll zumindest die bestehenden Kapazitäten entlasten und Platz für die Analyse der Messdaten schaffen. "Ich gehe davon aus, dass wir später auch Datenanalysen in der Cloud machen werden, aber dafür haben wir im Moment keine Zeit", so Bell. Denn dafür wären wohl doch aufwändigere Anpassungen notwendig, da Cloud-Dienste sich letztlich anders verhalten, als die stark auf die Anforderungen des CERN ausgelegten eigenen Datenzentren.
Andererseits können Cloud-Systeme für einige Aufgaben recht einfach genutzt werden. Denn die Wissenschaftler am CERN schreiben ihre Forschungs- und Analyse-Programme in einer Kombination auf C++ und Python auf Linux-Plattformen und entsprechende Umgebungen gehören für Cloud-Betreiber zum Standard. Vorgefertigte Software-Lösungen, in deren Konfiguration sich die Techniker erst einarbeiten müssten, können ohnehin kaum eingesetzt werden, da die Anforderungen zu speziell und komplex sind.
Die Kooperation zwischen CERN und Rackspace soll letztlich auch wichtige Erkenntnisse für die gesamte Wissenschaftswelt darüber liefern, welche Aufgaben gut an öffentliche Cloud-Plattformen ausgelagert werden können. Im Zuge des Pilotprojektes, das bis 2015 vereinbart wurde, wird das CERN Zugriff auf bis zu 15.000 Hypervisors haben, auf denen bis zu 150.000 virtuelle Maschinen laufen.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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