Ständige Erreichbarkeit wird wohl zum Volkssport

Handy, Mobiltelefon, Nokia N95 Bildquelle: Andrew* / Flickr
Die immer weiter zunehmende Flexibilisierung der Arbeitszeit übt stärker werdenden Druck auf Beschäftigte aus, stets erreichbar zu sein. Konkrete Regelungen gibt es nur in wenigen Unternehmen.
Mehr als drei Viertel aller Berufstätigen (77 Prozent) in Deutschland sind außerhalb ihrer regulären Arbeitszeiten für Kollegen, Vorgesetzte oder Kunden per Handy oder E-Mail erreichbar. 30 Prozent sind dabei jederzeit erreichbar und 32 Prozent zu bestimmten Zeiten, zum Beispiel abends an Wochentagen oder am Wochenende. Weitere 15 Prozent sind nur in Ausnahmefällen und 16 Prozent gar nicht erreichbar.

Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des IT-Branchenverbandes BITKOM. Demnach gibt es in 62 Prozent aller Betriebe keinerlei Vorgaben, wann Mitarbeiter elektronisch erreichbar sein sollten und wann nicht. Der Verband empfiehlt zwar, dass klare Vereinbarungen über Arbeitszeiten und Erreichbarkeit getroffen werden, lehnt es aber ab, hier gesetzliche Regelungen festzuschreiben. "Feste Arbeitszeiten und ortsgebundene Arbeitsplätze sind dank neuer Technologien für viele Büro-Jobs nicht mehr zeitgemäß", begründete dies BITKOM-Präsident Dieter Kempf.

Nach den Ergebnissen der Umfrage haben sich Computer und Handy in nahezu allen Berufen durchgesetzt: 87 Prozent aller Berufstätigen arbeiten im Job mit einem Computer und 67 Prozent mit Handy oder Smartphone. Dabei geht der Trend zum mobilen Arbeiten. Laut Umfrage nutzen 79 Prozent aller Erwerbstätigen für ihre tägliche Arbeit mobile Geräte, also Notebooks, Tablet Computer, Smartphones oder Handys. Immerhin 55 Prozent der Beschäftigten, die mobile Geräte nutzen, arbeiten zumindest gelegentlich unterwegs: 22 Prozent zeitweise im Auto, 20 Prozent in der Bahn und je 19 Prozent im Hotel sowie in Bussen oder Bahnen des Nahverkehrs.

Weit verbreitet ist inzwischen die Arbeit im Home Office. Ein Drittel der befragten Berufstätigen arbeitet regelmäßig von zu Hause, 21 Prozent täglich, 10 Prozent an mehreren Tagen in der Woche und 2 Prozent an einem Tag pro Woche. Weitere 13 Prozent arbeiten zumindest gelegentlich zu Hause. Laut der Umfrage sind vier von fünf Berufstätigen der Ansicht, dass sich dadurch Arbeit und Familie besser vereinbaren lassen. 56 Prozent meinen, dass sie Berufstätige zufriedener macht.

Allerdings sind auch 55 Prozent der Meinung, dass sich bei der Arbeit im Home Office Beruf und Freizeit zu stark vermischen. Ängste, durch die Home-Office-Nutzung Nachteile zu erleiden, gehören aber der Vergangenheit an: Nur ein Viertel (26 Prozent) ist der Meinung, dass die Arbeit von zu Hause die Karriere behindert. Handy, Mobiltelefon, Nokia N95 Handy, Mobiltelefon, Nokia N95 Andrew* / Flickr
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