Ständige Erreichbarkeit wird wohl zum Volkssport

Die immer weiter zunehmende Flexibilisierung der Arbeitszeit übt stärker werdenden Druck auf Beschäftigte aus, stets erreichbar zu sein. Konkrete Regelungen gibt es nur in wenigen Unternehmen. mehr... Handy, Mobiltelefon, Nokia N95 Bildquelle: Andrew* / Flickr Handy, Mobiltelefon, Nokia N95 Handy, Mobiltelefon, Nokia N95 Andrew* / Flickr

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nö. is halt die frage ob man mitmacht und sich in diese maschinerie einspannen lässt. ich geh auch mal nicht ans telefon und rufe nich im 10 minutentakt meine mails ab. auch das diensthandy ist nach feierabend auf stumm, da kann anrufen wer will. und gerade die kunden sind die schlimmsten, die den gewisse distanz nicht einhalten wollen, weil sie denken die welt drehe sich einzig um sie. auch das nichtnutzen von facebook und co. verschafft mir doch sehr viel ruhe
 
@Rikibu: Ich finde die Erreichbarkeit überhaupt nicht als störend. Man kann das ja auch alles noch selbst entscheiden.
Für mich ist die maximale Flexibilität der Arbeitszeit und des Arbeitsortes entscheidend - das will ich mir aussuchen - dann bin ich auch gerne erreichbar.
Ist halt wie üblich die Geschichte vom Nehmen und Geben, aber die "Generation Y" weiß in diesem Bereich ziemlich genau, was sie wollen und sie können es sich mehr als alle vorigen Generationen aussuchen.
 
@snowrocker: Auch wenn viele denken, dass sie damit zurecht kommen: Es ist, auf Dauer gesehen, nicht so. Die Leute versetzen sich unbewußt in eine ständige Alarmbereitschaft/Stressituation, die auf langfristig gesehen krank macht.
 
@Rikibu: viele meiner kollegen leiten ihre dienstmails auf die private mail weiter. und wenn man dann mal feierabend einen trinken geht oder gemütlich beisammen sitzt brummt irgendwann immer ein handy "oh, wir müssen das und das machen, hab ne mail vom chef bekommen". mich würde das sowas von nerven.
 
@LoD14: Das finde ich sicherheitstechnisch und rechtlich sehr bedenklich. Aus Sicht des Unternehmens würde ich das schon nicht zulassen, weil man nicht mehr kontrollieren kann, was mit unternehmensinternen Angelegenheiten passiert. Aus Sicht des Arbeitnehmers kann er da ganz schnell in die Falle geraten wenn interne Daten an die Öffentlichkeit geraten und ein Schuldiger gesucht wird. Völlig bescheuert sowas!
 
@Rikibu: Kommt halt auch ein bisschen auf den Chef an. Ich brauch mein Diensthandy nicht abschalten, weil ich genau weiss dass mich mein Chef nur anruft wenn wirklich Alarm ist, das passiert ein oder zweimal im Jahr. Und wenn ich dann wirklich nicht erreichbar bin hat das auch keine negativen Konsequenzen. Ich kenne es aber aus dem Bekanntenkreis, die haben selbst im Urlaub noch Bereitschaft, das kann auf Dauer nur krank machen, Entspannung ist so nicht mehr möglich. Aber wie Du sagst, manche Kunden sind schon klasse, Anruf auf dem Bürofestnetz Fr 23.40Uhr (nein, ich habe _keine_ Bereitschaft) blablabla Projektplan, und 23:55Uhr die Beschwerde warum noch niemand zurückgerufen hat :-).
 
Selber schuld! Echt ekelhaft wie sich manch Arbeitnehmer beim Chef anbiedert. Ich verurteile dies!
 
@ThreeM: Das Problem ist, dass es als Alternative zur Arbeit nur Sklavenarbeit in HartzIV-Maßnahmen gibt, die auch noch mehr als schlecht bezahlt werden. Wenn man ne Familie zu versorgen hat, hat man auch sicherlich nicht den finanziellen Spielraum, um längere Zeit zu investieren, um sich eine gute Arbeitsstelle zu suchen. Kurz gesagt: Ich kann verstehen, warum manche Arbeitnehmen sich beim Chef anbiedern, da die Alternative Demütigung und soziale Ausgrenzung via Hartz IV heißt.
 
@Pizzamann: Das sehe ich anders. Grade weil es solche Leute gibt, gehen die Chefs davon aus das dies zum Standard wird. Würde es keiner Mitmachen müssten entsprechende Regelungen Vertraglich festgelegt werden. Das hat nix mit der Angst um dem Job zu tun.
 
Erreichbar via E-Mail bin ich logischerweise 24/7. Lesen tu ich die Mails aber idR beim Frühstück. :<
 
@Aerith: Eben. Die Frage ist wie BITKOM 'ständige Erreichbarkeit' definiert. Mich kann auch jeder 24 Stunde anrufen oder eine mail schicken. Es ist aber die Frage wann ich den AB abhöre oder die mail beantworte. Solange hier kein Zwang ausgeübt wird, finde ich das sogar angenehm. Da kann ich nämlich selbst entscheiden was ich mache und ob ggf. ein Projekt so wichtig ist, dass ich tatsächlich auch um 23 Uhr nochmal kommuniziere oder mich in eine US-TelCo einwähle.
 
na dann brauch man ja auch keinen Urlaub oder ?
 
@Musikaufleger: Das mit dem Urlaub ist ohnehin ein Thema. Ich würde behaupten 90% arbeiten am Folgetag Ihre emails nach, was letztendlich nichts anderes ist als Arbeitsverdichtung ohne Grund, bzw. das Einarbeiten eines Urlaubstag ohne das er extra vergütet wird.
 
Wenn einer lebt um zu arbeiten, dann nimmt er das wohl hin. Wenn einer arbeitet um zu leben, geht ihm das sonstwo hin. Irgendwann ist auch mal schluss mit lustig.
 
@LastFrontier: Du sprichst mir aus der Seele. Die Typen mit der "leben, um zu arbeiten"-Einstellung können das gerne so halten, schlimm wird's immer nur, wenn solche Leute einem was zu sagen haben und der Meinung sind, ihre "Untergebenen" hätten das gefälligst auch so zu handhaben.
 
Man braucht eine gesetzliche Regelung denn es wird zu sehr ausgenutzt. Viele lassen sich einschüchtern.
 
@Menschenhasser: Betriebsvereinbarung und fertig.
 
@Menschenhasser: Bin ganz Deiner Meinung, fürchte aber das hilft in den meisten Fällen nicht weiter, vor dem AG muss man erstmal nachweisen dass die Nicherreichbarkeit die Ursache war. Ein Zeichen an die Arbeitgeber wäre es aber auf jeden Fall.
 
Das ist schlimm... einfach mal in die Natur gehen und zwar ohne Handy. Und vielleicht einfach mal hinhören und hinschauen. Ich finde es wirklich daneben das man im Restaurant, Wald, Zug, Bus usw. telefonieren muss. Wenn wirklich mal umbedingt sein muss, dann aber leise, mich interessiert nicht was die heute Abend essen, trinken, ob der chef mal wieder doof war etc. Leute einfach mal das Ding ausmachen, auch wenn es schmerzt, ich bin noch ohne Handy aufgewachsen, das war irgendwie zwischenmenschlicher und kommunikativer als heute. Grade vor ein paar Tagen wieder gesehen, ein Pärchen an einem Tisch und gleich nach dem hinsetzen die iPhone auf den Tisch, so surften die da bestimmt eine Stunde, sagten nichts und bezahlten dann. was für ein Leben!!!
 
@Navajo: Was machst Du eigentl. wenn Du z.B. irgendwo im Restaurant bist? Sitzt Du da alleine? Oder bist Du mit jemandem da? Schweigst Du ihn dann an? Oder unterhälst Du dich mit dem? Dürfen sich andere mit anderen unterhalten unterhalten während Du im Restaurant sitzt? Und wenn ja: Was für einen Unterschied macht es ob jemand mit jemand anderem quatscht der mit ihm im Restaurant sitzt oder in einen kleinen Metallkasten quatscht? :)
 
@Awake: Wenn zwei Leute an einem Tisch im Restaurant sitzen, und einer von denen quatscht ständig in einen Metallkasten, dann ist das schlicht und ergreifend eine Unverschämtheit von dem. Wenn beide das tun, ist es einfach nur noch arm.
 
@DON666: Eine Unverschämtheit gegenüber wem? Dem anderen? Kommt auf die Einstellung des anderen an, empfindet jeder halt anders...
 
@DON666: Und wenn beide über das Telefon miteinander sprechen?
 
@JoePhi: ...dann sind das wohl noch Teenager, und bei vielen von denen gilt das ja heutzutage als "normal" ^^
 
@JoePhi: Neulich zwei Azubis in der Kaffeküche, beide am Handy-Tippen, ich denke ok, die können sich nicht leiden und sprechen nicht miteinander. Ganz falsch, die haben sich gerade über Facebook fürs WE verabredet. Ich glaub ich werd langsam alt, ich verstehs nicht mehr :-)
 
@Awake: Wenn ich mit jemanden im Restaurant bin Unterhalte ich mich selbstverständlich in einer entsprechenden Lautstärke. Ebenfalls Bimmel ich meinen Gegenüber nicht erst an bevor ich mit ihm rede. Und Ich brülle ihn auch net an weil ich ihn nicht verstehe.... Telefon im Restaurant ist ein No-Go und fertig.
 
@ThreeM: Ich würde hier eher sagen, dass es im Restaurant eine Unverschämtheit ist, wenn sich da Leute benehmen wie in einer Brülltherapie für Geistesschwache. ein Gespräch hat am eigenen Tisch zu bleiben. Ob dieses Gespräch per Telefon geführt wird, oder nicht, ist mir doch wurscht. Wenn den Gegenüber das nicht stört ... gutes Benehmen ist etwas anderes, aber solange das nicht zu laut ist ... bitte ...
 
@JoePhi: Das sehe ich genauso.
 
@Awake: wenn du das nicht verstehst, dann tut mir das leid. Es geht vor allem darum, nicht überall unwichtige Gespräche lautstark zu führen. Das würde mich im Restaurant auch stören, wenn man dies mit Personen macht.
 
@Navajo: tja, das is der Unterschied zwischen damals und heute. Ich weiß noch genau, dass wir damals penibel drauf geachtet haben, dass wenn wir in ner Telefonzelle waren, die Tür zugezogen war, damit man in Ruhe telefonieren konnte. Heute sitzen irgendwelche Aktienspacken im Kackanzug im Zug und telefonieren "ich sitze im Zug" - und ich so "ja ich sehs"... auch schön "grüßen sie mir Kaiserslautern"... was soll der am anderen ende machen? das telefonbuch von Kaiserslautern hernehmen und alle Kaiserslauterner anrufen und grüßen? das Telefon im mobilen Bereich treibt schon seltsame Verhaltensblüten
 
Genau aus diesem Grund besitze ich 2 Nummern, eine nur für die Arbeit, und die andere für privat. Erstere wird nach Feierabend ausgeschaltet, und die andere hat der Arbeitgeber nicht.
 
Ich bin ständig erreichbar und habe kein Problem damit, da ich einfach nur während meiner "Kernarbeitszeit" antworte. Wer von mir mehr erwartet, muß halt zwei bis fünfmal soviel zahlen. JA, bin selbständig ;-)
 
Selber Schuld sag ich nur. Feierabend und Freizeig gehoeren mir. Keinem aneren. Also entscheide ich, wann ich fuer wem wo erreichbar bin. Punkt^^
 
Bei meiner Arbeitsstelle dürfen wir kein Home Office machen und eigtl. nichtmal VPN für Notfälle nutzen.
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