Corning bringt Glasfasern für USB 3.0 & Thunderbolt

Der Glasspezialist Corning stellt auf der diesjährigen CeBIT Kabel für USB 3.0- und Thunderbolt-Verbindungen vor, in denen die traditionelle Kupferleitung durch Glasfaser ersetzt wurde.

"Optical Cables by Corning" seien speziell für den Einsatz in der Unterhaltungselektronik entwickelt worden, um die Vorteile von Glasfaserkabeln dem Endverbrauchermarkt zugänglich zu machen, teilte das Unternehmen mit. Die neuen Kabel bringen dabei wegen der in den Spezifikationen verankerten Limits in der Datenübertragung erst einmal keine schnelleren Datendurchsätze, erweitern den Übertragungsbereich von Daten aber über die maximal mögliche Länge von kupferbasierten Kabeln hinaus.

"Kupferverbindungen haben ihre Längenlimits erreicht. Verbraucher wollen längere Kabel, die besser zu ihrer Bandbreitennutzung, zu ihrem Lebensstil und in ihren Wohn- oder Arbeitsbereich passen", erklärte Bernhard Deutsch, Vice President der Corning-Tochter Corning Cable Systems, die Motivation für die Entwicklung der Kabel. Die Glasfaserkabel seien außerdem rund 50 Prozent kleiner, bis zu 80 Prozent leichter als vergleichbare Kupferkabel.


Die USB 3.0-Glasfaserkabel von Corning können bis zu 30 Meter lang sein, die Thunderbolt-Glasfaserkabel sogar bis zu 100 Meter - also deutlich weiter als ihre Kupfer-Versionen. Ein neues Kabeldesign soll ferner dafür sorgen, dass die Verbindungen trotz der in ihnen verbauten Glasfaser einen sehr kleinen Biegeradius aufweisen können und ebenso robust sind, wie jene mit Metallkern.

Die Thunderbolt-Glasfaserkabel haben eine Zweikanal-Auslegung mit einer bidirektionalen 10 Gigabit pro Sekunde-Datenrate für Daten- und Videoübertragung auf einem Kabel und ermöglichen damit die Übertragung eines kompletten Films in HD in weniger als 30 Sekunden. Das Kabel verfügt außerdem über einen elektrisch isolierten Aufbau der zur Rauschverbesserung dient. Bis zu sechs Thunderbolt-Geräte können mit der Leitung in Serie verbunden werden, weiterhin ist die während des laufenden Betriebs austauschbar.

Die USB 3.0-Glasfaserkabel bieten eine Datenübertragungsrate von 5 Gigabit pro Sekunde und sind mit USB 3.0- und USB 2.0-Geräten kompatibel. Sie vergrößern damit die Reichweite von USB-Geräten ohne zusätzliche Stromversorgung. Das Kabel hat einen eingebauten Überstromschutz und kann ebenso bei laufendem Betrieb ausgetauscht werden.
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kann man mit USB3.0 eigentlich Bildschirme anschließen?
 
@shriker: Sorry, bin kein Experte. Aber Bildschirme ? Wie soll das gehen ? Die Signale müssen doch von der Grafikkarte bzw. deren Anschlüsse wie HDMI, DVI usw. kommen.
 
@shriker: Jein. Via USB-GraKa: http://tinyurl.com/czlkcb9
 
@ephemunch: Dein Monitor wandelt die HDMI/DVO oder DP Signale auch nur in welche um, in denen er sein Panel ansteuert ;) - Der Vorteil von den ganzen Übertragungsstandards bei Monitoren ist, dass diese "in eine Richtung" funktionieren. Einen kleinen rückkanal für den Monitor hat man extra geschaffen. Denn es müssen unglaubliche Datenmengen transportiert werden, da ist egal ob die Bits angekommen sind oder nicht, es werden einfach welche nachgeschoben, eine Fehlerkorrektur ist nicht wichtig, denn das Bild ändert sich ja mind. 30/60/120 die Sekunde. So kommt es nicht darauf an, ob bei einem Frame ein Pixel eine falsche Farbe anzeigt. - Ich glaube es ist klar, worauf ich hinaus will... :). USB ist ganz anders konzipiert. Wenn du Daten kopierst, sollen diese auch vollständig sein, also muss eine Fehlerkorrektur eingebaut werden, Pakete werden nachgeschoben. Des Weiteren hat USB einen großen Overhead, der bei den anderen Übertragungsstandards nicht gegeben ist. Das kommt eben durch die ganzen Korrektur Mechanismen. Man kann also auch einen Monitor über USB ansteuern, wird ja auch schon gemacht. Dabei sind die sogenannten "USB-Grafikkarten" keine echten Grafikkarten, sondern übernehmen eher die Funktion von intelligenten Wandlern. Es rendert immer noch die Host GPU wenn es um Inhalte geht. Die Software auf dem Rechner komprimiert dann das Bild, und schickt es über den USB zu dem Wandler, welcher das Bild dann in ein HDMI/DP Signal wandelt, und weiterschickt. Bei Videos wird das anders gemacht, da wird der Videostream über den USB gestreamt und von den integrierten Decodern verarbeitet.
 
@shriker: Es gibt Monitore, die per USB angeschlossen werden können. Allerdings könnte es je nach Anwendungsgebiet schwierig werden, sie einzusetzen, da das wohl etwas ungewöhnlich ist. Als Zweitmonitor für spezielle Anwendungen aber bestimmt nicht unbedingt verkehrt.


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