Corning: Geräte mit flexiblem Willow-Glas erst 2016

Der Glas-Hersteller Corning hat 2012 das neue "Willow Glass"-Material vorgestellt, dieses soll künftig bei geschwungenen Displays zum Einsatz kommen. Der Hersteller rechnet aber erst 2016 mit breiter kommerzieller Verfügbarkeit.

Der vor allem für sein bei Smartphones und Tablets eingesetztes Gorilla Glass bekannte US-Hersteller Corning rechnet nicht mit einem baldigen Einsatz des neu entwickelten Willow-Schutzwerkstoffs. Wie das Wirtschaftsportal 'Bloomberg' berichtet, sagte Corning-Präsident James Clappin, dass es noch mindestens drei Jahre dauern werde, bis Hersteller flexible oder gebogene Displays mit Willow Glass bauen werden.

Laut Clappin hätten die Hersteller noch nicht die Produkte, bei denen Willow Glass zur vollen Entfaltung kommen könne. "Die Leute sind es noch nicht gewohnt, Glas einrollen zu können", so der Corning-Präsident. Aufgrund noch fehlender Erfahrung seien die Einsatzmöglichkeiten flexibler Display noch "beschränkt". Corning: Willow GlassAuf Smartphones mit Willow Glass wird man noch eine Weile warten müssen Derzeit betreibe Corning einen "großen Aufwand", so Clappin, um Herstellern die Möglichkeiten der Implementierung von Willow Glass zu zeigen, darunter sollen auch einige "sehr bekannte Namen" sein. Doch offenbar haben auch die ganz Großen des Geschäfts noch Schwierigkeiten mit Umgang und Einsatzzweck.

Erste ganz einfache Produkte mit Willow Glass könnte es aber trotzdem noch in diesem Jahr geben, das werden aber "simple Produkte" wie flexible Solar-Panels sein. Um wen es sich bei den von Clappin erwähnten großen Namen handelt, wollte der Corning-Manager nicht verraten, insgesamt beliefert das Spezialglas-Unternehmen derzeit mehr als 30 Hersteller, darunter Apple, Samsung und Sony.


Erste Samples von Willow Glass hat Corning bereits im Sommer 2012 ausgeschickt. Der neue Werkstoff soll nur 100 Mikrometer dünn sein, das entspricht in etwa einem Blatt Papier. Dennoch ist Willow Glass nach Hersteller-Angaben extrem robust und kann eben auch auf einer gewölbten Oberfläche angebracht werden.

Siehe auch: Corning - Flexibles Glas für geschwungene Displays
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ist das ganze dann endlich mal bruchfest?
 
@shriker: Es gibt kein absolut bruchfestes Glass welche die Eigenschaften eines Touchdisplays erfüllen. Es gibt alternativen wie Lotus Glass (auch von corning) oder DragonTrail Glass. Diese sind Bruchfester als Gorillaglass, da Plasik beigemischt ist. Allerdings dürften diese dann weniger Kratzfest sein, es sei denn es kommt noch eine Zusatzbeschichtung drauf. So viel Details hat Corning leider nocht nicht präsentiert.
 
@shriker: die berühmten gesplitterten (häufg: Apple-) Displays rühren nicht von der mangelnden Bruchfestigkeit der Gläser her, sondern von dem Fehlen oder der konstruktiv mangelhaften Ausführung des Kantenschutzes. Dort ist das Glas zugunsten eines 'einzigartigen Nutzererlebnisses' ;) nämlich schutzlos der Kerbwirkung von fremden Gegenständen ausgeliefert. Bei Vorhandensein einer sinnvoll schützenden Kanteneinfassung überlebt das Display wilde Stürze auch ohne Bruch.
 
@kleister: Sehr gut erklärt! :)
 
@kleister: und wo gibt es einen guten Kantenschutz?


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