48 statt 24 fps: The Hobbit verdoppelt Kino-Bildrate

3d, Kino, Kinosaal, Sessel Bildquelle: Bartosch Salmanski / Flickr
Peter Jacksons zweiteiliges "Herr der Ringe"-Prequel "The Hobbit" sorgt nicht nur durch sein 500-Millionen-Dollar-Budget für Aufsehen, der Fantasy-Streifen will auch die Kinotechnologie revolutionieren. Derzeit liefert die Projektionstechnik 24 Bilder pro Sekunden, dieser Wert soll nun verdoppelt werden.
Seit rund 80 Jahren sind 24 Bilder pro Sekunde (Frames per Second; fps) der Standard in der Kino-Industrie. Geht es nach den beiden derzeit wohl einflussreichsten Hollywood-Regisseuren, Peter Jackson und James Cameron, soll dieser Wert bald der Vergangenheit angehören.

Bereits vor einem Jahr rührte "Avatar"-Schöpfer Cameron bei der CinemaCon, einer Konferenz für Betreiber von Kinos in Las Vegas, kräftig die Werbetrommel für eine höhere (3D-)Bildrate. Ein Jahr später hat der neuseeländische Starregisseur Peter Jackson den Kinobetreibern erstmals einen Film mit der neuen 48-fps-Frequenz gezeigt.


Genauer gesagt war es ein rund zehnminütiger Ausschnitt aus dem ersten der beiden Filme, die auf J.R.R. Tolkiens "Der kleine Hobbit" basieren. Jackson wandte sich außerdem per Videobotschaft an die Kinobetreiber und bewarb die Technik. Die neue Bildrate solle dem Kinobesucher die "Illusion von echten Leben" geben. Vor allem Bewegungen fühlten sich dadurch "glatter" an, so Jackson.

Diesen "kristallklaren" Eindruck bestätigt auch die LA Times in ihrem Film-Blog '24 Frames' (sic!). Das habe zwar Vor-, aber auch Nachteile, heißt es dort weiter. Bei Landschaftsaufnahmen seien die Bilder etwa besonders beeindruckend. Wenn aber Schauspieler zu sehen sind, dann fühle sich ein 48-fps-Film nicht wie ein klassischer Kinofilm an, klagten einige Filmvorführer. Dadurch erinnere die Technologie an einen TV-Film: "Es war einfach zu detailliert", so einer der Anwesenden.

Hinzu kommt die Kostenfrage: Wie 'Heise' schreibt, sei die Aufrüstung auf das so genannte "High Frame Rate"-Verfahren (HFR) nicht das eigentliche Problem, da die meisten Digitalprojektoren mittels Software-Update HFR-fit gemacht werden könnten. Schwieriger seien allerdings die Datenmengen, die dabei entstehen, da die Schnittstellen externer Kinoserver diese nicht verkraften würden. Die Server müssen also nachgerüstet werden, was bis zu 10.000 Dollar kosten kann. Dabei ist fraglich, ob die Kinobetreiber so kurz nach der Umstellung auf Digitalprojektoren bereit sein werden, erneut tief in die Tasche greifen zu müssen.

James Cameron will übrigens noch einen Schritt weitergehen: Das Sequel zum 3D-Hit "Avatar" soll sogar mit einer Frequenz von 60 Frames per Second gedreht bzw. gezeigt werden. 3d, Kino, Kinosaal, Sessel 3d, Kino, Kinosaal, Sessel Bartosch Salmanski / Flickr
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