Two Strikes: Nutzer-Vertreter werden nicht gehört
Die Bundesregierung hat für den 15. März einen "Wirtschaftsdialog zur Bekämpfung der Internetpiraterie" angesetzt. Auf der Veranstaltung soll es vor allem um das kürzlich veröffentlichte Gutachten über die Einführung eines Warnhinweis-Modells (Two-Strikes) gehen, bei dem Anschlussinhaber, über deren Internetzugänge Urheberrechtsverletzungen begangenen wurden, verwarnt werden.
Eine kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken konnte nun offenlegen, welche Interessengruppen die Bundesregierung zu dem Termin eingeladen hat. Darunter finden sich insgesamt 36 Organisationen und Unternehmen, wobei der Schwerpunkt klar auf der Seite der Rechteinhaber und Verwerter liegt, während aus dem Lager der klassischen Netzaktivisten keine Teilnehmer zu finden sind.
Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Hans-Joachim Otto, hatte die fragliche Two-Strikes-Studie Anfang Februar präsentiert. Er würdigte sie als "wertvolle Grundlage für die weitere Diskussion in puncto Bekämpfung der Internetpiraterie". Bisher wurde ein solches Modell, dass die Verfolgung von Urheberrechten verstärkt in den privatwirtschaftlichen Bereich verlagert, in Deutschland abgelehnt.
Wie die Bundesregierung nun ausführte, wolle man mit der angesetzten Veranstaltung die Kooperation zwischen Rechteinhabern und Diensteanbietern fördern und diese ermuntern, "einvernehmliche Lösungen bei der Bekämpfung der Internetpiraterie zu finden". Nach einer Diskussion im "kleinen Kreis" soll dann über weitere Schritte entschieden werden.
Eingeladen wurden dazu zehn Vertreter, die grob der Seite der Provider zuzurechnen sind. Dazu gehören Branchenverbände wie der BITKOM, der Eco und der ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber. Aber auch Unternehmen wie die Deutsche Telekom, 1&1, und Vodafone sind mit von der Partie.
Die übrigen 26 Teilnehmer gehören zur Content-Branche. Neben den üblichen Organisationen wie der GVU, der GEMA und dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) sind hier auch einige unbekanntere Namen zu finden. "Ominös erscheint eine bislang unbekannte Organisation oder Rechtsanwaltskanzlei mit Namen 'Intellectual Property and Media Law'", so die Linken-Fraktion.
Mit OESTERLINCOM sitzt auch Jan Oesterlin mit seiner Firma ("offenbar ein Ein-Mann-Unternehmen") am Tisch. Dieser war in der Vergangenheit für Kampagnen wie "RESPE©T COPYRIGHTS" und "Raubkopierer sind Verbrecher" verantwortlich. Hinzu kommt mit der Motion Picture Association (MPA) die internationale Außenstelle der Motion Picture Association of America (MPAA), dem US-Verband der Hollywood-Studios.
Die Position der Content-Industrie ist damit deutlich im Übergewicht. Ihr stehen nur einige Vertreter der IT-Branche gegenüber. Organisationen wie Digitale Gesellschaft oder der FoeBuD, deren Schwerpunkt die Interessen der Nutzer bilden, werden hingegen gar nicht erst in eine solche Diskussion einbezogen.
Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Hans-Joachim Otto, hatte die fragliche Two-Strikes-Studie Anfang Februar präsentiert. Er würdigte sie als "wertvolle Grundlage für die weitere Diskussion in puncto Bekämpfung der Internetpiraterie". Bisher wurde ein solches Modell, dass die Verfolgung von Urheberrechten verstärkt in den privatwirtschaftlichen Bereich verlagert, in Deutschland abgelehnt.
Wie die Bundesregierung nun ausführte, wolle man mit der angesetzten Veranstaltung die Kooperation zwischen Rechteinhabern und Diensteanbietern fördern und diese ermuntern, "einvernehmliche Lösungen bei der Bekämpfung der Internetpiraterie zu finden". Nach einer Diskussion im "kleinen Kreis" soll dann über weitere Schritte entschieden werden.
Eingeladen wurden dazu zehn Vertreter, die grob der Seite der Provider zuzurechnen sind. Dazu gehören Branchenverbände wie der BITKOM, der Eco und der ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber. Aber auch Unternehmen wie die Deutsche Telekom, 1&1, und Vodafone sind mit von der Partie.
Die übrigen 26 Teilnehmer gehören zur Content-Branche. Neben den üblichen Organisationen wie der GVU, der GEMA und dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) sind hier auch einige unbekanntere Namen zu finden. "Ominös erscheint eine bislang unbekannte Organisation oder Rechtsanwaltskanzlei mit Namen 'Intellectual Property and Media Law'", so die Linken-Fraktion.
Mit OESTERLINCOM sitzt auch Jan Oesterlin mit seiner Firma ("offenbar ein Ein-Mann-Unternehmen") am Tisch. Dieser war in der Vergangenheit für Kampagnen wie "RESPE©T COPYRIGHTS" und "Raubkopierer sind Verbrecher" verantwortlich. Hinzu kommt mit der Motion Picture Association (MPA) die internationale Außenstelle der Motion Picture Association of America (MPAA), dem US-Verband der Hollywood-Studios.
Die Position der Content-Industrie ist damit deutlich im Übergewicht. Ihr stehen nur einige Vertreter der IT-Branche gegenüber. Organisationen wie Digitale Gesellschaft oder der FoeBuD, deren Schwerpunkt die Interessen der Nutzer bilden, werden hingegen gar nicht erst in eine solche Diskussion einbezogen.
Thema:
Videos zum Thema Musik
Beiträge aus dem Forum
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- PlayStation: Sony verzeichnet mieseste Konsolenverkäufe seit 26 Jahren
- Bereits aktives Amazon-Lager: Bebauungsplan für ungültig erklärt
- Wolkenkratzer-großer Asteroid fliegt nur knapp an der Erde vorbei
- Netflix erschwert Account-Sharing: Neue E-Mail-Pflicht fürs Profil startet
- Edge-Update: Microsoft streicht plötzlich wieder KI-Funktion
- Labor-Update: Top-FritzBox erhält "Release Candidate" von FritzOS 8.24
- Notebooksbilliger: Angebote der Woche stark reduziert
Videos
Neueste Downloads
Beliebte Nachrichten
Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
Ich empfehle ...
Meist kommentierte Nachrichten
Forum
-
Foren Software Software Allgemein Jcorp Nomad: ein Self Hoste
d-hubs - Heute 14:34 Uhr -
Erweiterung Post-it für Firefox oder Chrome
System - Vorgestern 17:53 Uhr -
Home Assistant OS 18.0 ++ 2 Mio Haushalte schon dabei
d-hubs - 24.06. 10:54 Uhr -
oSC Nürnberg 25.27. Juni - das OpenSuse-Meeting
d-hubs - 20.06. 13:40 Uhr -
Die allerneueste Version, TrueNAS 26.0.0-BETA.2
d-hubs - 19.06. 14:50 Uhr
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen