Forscher warnen vor PowerPoint-Präsentationen

Forschung & Wissenschaft Die Untermalung von Vorträgen mit PowerPoint-Präsentationen ist inzwischen zum Standard geworden - allerdings ist dies der Aufmerksamkeit der Zuhörer nicht unbedingt zuträglich. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die von Forschern der Universität Rostock durchgeführt wurde.

Das Team unter der Leitung von Professor Wolfgang Nieke hat herausgefunden, dass die weit verbreitete Art, Vorträge mit bunten Diagrammen, aufpoppenden Daten und multimedialen Inhalten aufzupeppen, die schlechteste aller möglichen Varianten ist, weil bei den Zuhörern im Vergleich am wenigsten im Gedächtnis bleibt.

Das Arbeitsgedächtnis werde unnötig belastet, denn es hat laut Aussagen der Rostocker Wissenschaftler "eine beschränkte Kapazität". Den Lernenden gehen so viele wichtige Informationen verloren. Am besten schnitt bei der Untersuchung von Vortragsstilen die gute alte Präsentation mit Folie und Overhead-Projektor ab. Diese hatte die beste Wirkung auf den Lerneffekt. Auf Platz 2 kommt der Vortrag ohne jegliche Hilfsmittel.


Das Ergebnis der Studie, die Rostocker Studenten, sowohl Anhänger als auch Skeptiker von PowerPoint, über mehrere Jahre durchführten, war auch für Nieke überraschend. Um sicher zu sein, hat er die Studie zweimal durchführen lassen. Das Ergebnis blieb dasselbe.

"Vorsicht also mit PowerPoint", sagte Nieke. Er rät insbesondere an Universitäten und Gymnasien zum "sorgsamen Umgang mit Animations-Elementen bei Lehrveranstaltungen". Vor dem Hintergrund, dass immer mehr Wissen vermittelt werden soll, sollte auf überflüssige Elemente verzichtet werden. Denn durch sie werde "die Aufmerksamkeit vom Inhalt auf die Form umgelenkt", erklärte der Professor.

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Microsoft Office PowerPoint 2010

Die Erkenntnisse sollen nun mit einer noch größeren Studie untermauert werden, bevor eine wissenschaftliche Veröffentlichung erfolgt. Bislang gibt es kaum Untersuchungen zur Entwicklung der Lernerfolge unter Zuhilfenahme von PowerPoint.
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Ich gehe noch einen Schritt weiter, nur weil man etwas mit einer Zahl ausdrücken kann, heißt das nicht dass diese Aussage auch sinnvoll ist. Der Vattikanstaat hat 0,5 Quadratkilometer Fläche - und einen Papst... also somit 2 Päpste pro Quadratkilometer...
 
[re:1] mh0001 am 02.09.11 12:24 Uhr
(-37
@Rikibu: Na wenn dann 0,5 Päpste pro Quadratkilometer.
 
@Rikibu: du sprichst von statistiken, und selbst da gibt es regeln um solche ergebnisse (zwei päpste) zu verhindern. hier werden studien durchgeführt und das hat mit statistiken nicht viel am hut. hier werden relale beobachtungen beschrieben. natürlich gibt es ausnahmen aber ich denke die studie wurde nicht an nur 10 personen durchgeführt ;)
 
@Rikibu: Unrecht hast du sicherlich nicht, aber sie machen auch keine Pauschalaussage. Ihre Mitteilung ist lediglich "Vorsicht also mit Power Point". Und so unabwegig ist ihre Studie gar nicht. Und ehrlich gesagt wäre ich jetzt nicht selbst darauf gekommen, dass PowerPoint Präsentationen kontraproduktiv sein KÖNNTEN.
 
@mh0001: haha :o) wenn 0,5qm Fläche schon einen Papst haben, wie soll das gehen? ;-)


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