Apple stoppt Verkauf von Samsung-Tablet (Update)

Tablet-PC Apple hat einen europaweiten Verkaufsstopp für Samsungs iPad-Konkurrenten Galaxy Tab 10.1 erwirken können. Das Landgericht Düsseldorf gab einer Einstweiligen Verfügung statt, die Samsung den Vertrieb des Geräts innerhalb der EU untersagt.

Wie die Nachrichtenagentur dpa nach Angaben des 'Handelsblatts' aus Verhandlungskreisen erfuhr, bleiben einzig die Niederlande von dem Verkaufsverbot ausgenommen. Apple behauptet, dass Samsung mit dem Galaxy Tab nicht nur das iPad kopiert, sondern auch noch den "Kultstatus" des Tablets zu seinen Gunsten ausnutzt.


Sollte sich Samsung nicht an die Einstweilige Verfügung halten, droht dem Unternehmen ein Ordnungsgeld in Höhe von bis zu 250.000 Euro oder eine Ordnungshaft von bis zu zwei Jahren. Vorerst muss Samsung nun offenbar den Verkauf seines mit Googles Android 3.x "Honeycomb" ausgestatteten Tablets auf Basis von Nvidias Tegra 2 ARM Cortex-A9 Dual-Core Plattform einstellen.

Apple und Samsung ringen seit einigen Monaten sowohl in Europa, als auch in den USA und Fernost um angebliche Urheberrechts-, Markenrechts- und Patentverletzungen durch ihre Tablets und Smartphones. In den USA untersucht die Internationale Handelskommission (ITC) derzeit, ob Samsung mit dem Smartphone Galaxy S2 und dem Galaxy Tab 10.1 gegen Apples Schutzrechte verstößt.

Ziel der Kalifornier ist es, den Import der Geräte in die USA durch den koreanischen Konkurrenten zu verhindern. In Australien hat Samsung die Einführung des Galaxy Tab 10.1 aufgrund der Auseinandersetzungen mit Apple bereits auf Eis gelegt. Hierzulande soll das Tablet eigentlich in diesem Monat auf den Markt kommen. Bisher hat sich Samsung noch nicht zu dem EU-Verkaufsverbot durch die Einstweilige Verfügung geäußert.

Update - 10.08.2011, 10:00 Uhr
Inzwischen liegt eine Stellungnahme von Samsung vor, die wir nachfolgend aus dem Englischen übersetzt haben.

"Samsung ist von der Entscheidung des Gerichts enttäuscht und wir beabsichtigen unverzüglich zu reagieren, um unser geistiges Eigentum im Rahmen der rechtlichen Auseinandersetzung in Deutschland und dem Rest der Welt zu verteidigen.

Die Unterlassungserklärung wurde beantragt, ohne dass Samsung informiert wurde - das Verkaufsverbot wurde ohne eine Anhörung oder Vorlage von Beweisen seitens Samsung ausgesprochen. Wir werden alle notwendigen Schritte einleiten, um die innovativen mobilen Kommunikationsgeräte allen Kunden in Europa und der ganzen Welt zur Verfügung stellen zu können.

Die Entscheidung des deutschen Gerichts hat keinen Einfluss auf andere rechtlichen Auseinandersetzungen, die in Gerichten in Europa und anderswo ausgetragen werden."
Mehr zum Thema: Apple
Diese Nachricht empfehlen
 
Das ist jetzt echt.... heftig und einfach nur lächerlich von Apple!
 
[re:1] Healey am 09.08.11 21:00 Uhr
(+62
@Karsten95: Apple ist nicht nur UNSOZIAL (Hat Apple schon einmal etwas gespendet oder für gemeinnützige Zwecke getan?), sondern auch noch unfair. Konkurrenz belebt das Geschäft - nach diesen Grundsätzen müssen und machen wir alle unsere (guten) Geschäfte.
 
@Healey: Nur mal der Richtigkeit wegen ja Apple spendet auch. Google hilft in solchen Fragen ungemein
 
@Healey: Also aus Sicht von Apple dürfte nicht "Konkurrenz durch Samsung belebt das eigene Geschäft" gelten, warum also sollten sie aus Gutherzigkeit darauf verzichten, Samsung auf dem momentan noch von ihnen dominierten Premium-Tabletmarkt an den Karren zu fahren wo es nur geht? Und was das Spenden für gemeinnützige Zwecke nun mit dem Konkurrenzkampf zu tun hat, erschliesst sich mir schon gar nicht (Bill Gates beispielsweise spendet Unsummen, auch Microsoft ist nicht gerade knausrig, aber dennoch sind sie ein mit harten Bandagen auf dem Markt kämpfendes Schwergewicht).
 
[re:4] Healey am 09.08.11 21:17 Uhr
(+76
@FenFire: "Apple behauptet, dass Samsung mit dem Galaxy Tab nicht nur das iPad kopiert, sondern auch noch den "Kultstatus" des Tablets zu seinen Gunsten ausnutzt." Was hat Samsung kopiert? Das Ding hat ein anderes BS, andere Apps. . . und was, wenn der Markt mir es nicht erlaubt den Kultstatus auszunutzen? Dann dürfte niemand einen Sportwagen bauen, weil ja evtl. Porsche den "Kultstatus" gefährdet sähe. . Was ein Quatsch.


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen

Schreiben Sie uns Ihre Meinung, bewerten Sie Kommentare oder diskutieren Sie mit anderen WinFuture.de Lesern!

Melden Sie sich jetzt kostenlos an
oder verwenden Sie Ihren bestehenden Zugang.

Wöchentlicher Newsletter

Apples Aktienkurs in Euro

Apple Aktienkurs -1 Jahr
Zeitraum: 1 Jahr

iPad im Preisvergleich

Beliebt bei Apple-Produkte

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles