EU-Kommission: Ohne Ausschreibung zu Windows 7
Wie das Magazin 'Computer Weekly' berichtete, erfolgte der Vertragsabschluss mit Microsoft, ohne, dass eine ordentliche Ausschreibung stattgefunden hätte. Die Verantwortlichen in der EU-Kommission entschieden sich, weiterhin auf Windows zu setzen und nicht zu prüfen, ob Anbieter anderer Betriebssysteme bei gleicher Leistung günstiger wären.
Man beruft sich dabei auf den Artikel 126 der europäischen Finanzrichtlinien. Demnach ist der Wechsel von Windows XP auf Windows 7 lediglich ein "teilweiser Austausch" beziehungsweise eine "Erweiterung" einer bestehenden Software-Installation, für die keine gesonderte Ausschreibung nötig ist.
Kritiker sehen darin aber einen Trend, bestimmte Anbieter zu bevorzugen. Ihrer Ansicht nach dürfe auch der zu erwartende technische Aufwand einer Umstellung ein solches Vorgehen nicht rechtfertigen. Erst kürzlich hatte das Open Forum Europe kritisiert, dass inzwischen 13 Prozent der EU-Ausschreibungen bereits konkrete Marken in den Mittelpunkt stellen und alternative Anbieter somit ausklammern.
Die Umstellung auf Windows 7 wird insgesamt rund 36.000 Computer betreffen. Diese stehen bei der EU-Kommission selbst sowie bei angegliederten Behörden.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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