Russland: Putin weist Open-Source-Umstellung an

Andere Betriebssysteme Der russische Premierminister Vladimir Putin hat eine Regierungsanweisung unterzeichnet, die die Grundlage für den Umstieg der Behörden und Ministerien des Landes auf Freie Software bis 2015 schafft. Das Dokument enthält nach Angaben von 'Mashable' 25 Punkte und beschreibt die zum Wechsel von proprietärer auf Open-Source-Software nötigen Schritte im Detail. Die Regierungsanweisung wurde bereits am 17. Dezember verabschiedet. Sie betrifft alle staatlichen Behörden, die von der Regierung finanziert werden.

In dem Dokument werden die einzelnen Schritte ausführlich erläutert und einer Behörde zugeordnet. Außerdem wird ein konkreter Zeitrahmen und das erwartete Ergebnis vorgegeben. So soll das Kommunikationsministerium zunächst ein "Basispaket" von Open-Source-Lösungen zusammenstellen, die für die Bewältigung des Alltags in den Behörden Russlands nötig sind.

Ziel ist es, ein Software-Paket zusammenzustellen, das Betriebssysteme, Treiber und Anwendungen für Server enthält. Das Paket soll über eine zentrale Anlaufstelle bereitgestellt werden. Die einzelnen Ministerien erstellen dann eigene Pläne für die Umstellung auf Freie Software bei den ihnen untergeordneten Behörden.

Russland setzt in den letzten Jahren vermehrt auf Open-Source-Software. Schon 2008 wurden die Schulen des Landes angewiesen, auf Freie Software umzusteigen. Schulen, die weiterhin proprietäre Software wie etwa Windows einsetzen wollen, müssen die entsprechenden Lizenzen mittlerweile aus eigener Tasche bezahlen.

Im Oktober wurde bereits bekannt, dass die russische Regierung Millionen Euro in die Entwicklung einer für die Behörden angepassten Linux-Variante investieren will. Die Arbeiten sollen von russischen Unternehmen übernommen werden und bis zum Jahr 2013 abgeschlossen sein.
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