Russland: Putin weist Open-Source-Umstellung an

Andere Betriebssysteme Der russische Premierminister Vladimir Putin hat eine Regierungsanweisung unterzeichnet, die die Grundlage für den Umstieg der Behörden und Ministerien des Landes auf Freie Software bis 2015 schafft. mehr...

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Im Anbetracht das der Großteil an proprietärer Software eh illegal verwendet wird/wurde, ist das vll. auch ein Segen für die Entwickler dessen.
 
@gibbons: Ich nehme an, Du kannst Deine Behauptung auch durch Fakten untermauern, oder plapperst Du hier nur Mainstream Gewäsch nach? Und wieso soll es für die Entwickler ein Segen sein? Weil sie dann arbeitslos sind ??
 
Die Russen haben verstanden wie man Arbeitsplätze im eigenen Land sichert und sich von anderen Ländern in Bezug auf Software unabhängig macht. Unsere Politiker subventionieren aber lieber die nach Indien ausgelagerte US-Softwareindustrie.
 
@ElLun3s: Ob sie es verstanden haben wird sich zeigen.
 
@gibbons: Warum sollen sie es nicht verstanden haben, in Frankreich und Brasilien z.B. funktioniert es auch tadellos.
 
@nowin: Und was heißt das? Ist das besser, toller, sicherer? Es hat sich oft bewahrheitet das OpenSource keinesfalls günstiger ist. Und wie wir auch an Fällen wie Firefox sehen können, ist OpenSource keines falls sicherer. An vielen Feedbacks erkennen wir, das OpenSource auch nicht wirklich benutzerfreundlicher ist. Also wo ist der Vorteil, ich erkenne ihn beim besten willen nicht. Für Instandsetzung, Support und Wartung gehört auch eine gewisse Industrie, an der es der OpenSource Szene fehlt. Denn halten wir fest, das die Top Produkte von Mozilla, OpenOffice und co. durch Milliarden schwere Unternehmen gestützt worden sind. Brasilien und Frankreich setzen systematisch und im kleineren Stil OpenSource Software ein. Eine flächendeckende "proprietär removal" Aktion gab/gibt es da nicht.
 
@gibbons: Für Russland gibt es da einen grundsätzlichen Vorteil: Unabhängigkeit. Microsoft ist nunmal ein US-amerikanisches Unternehmen, Open Source Produkte machen unabhängig.
 
@qa729: Welche Abhängigkeit denn? Die Cracks sind doch sicher aus dem eigenem Land.
 
@gibbons: Es geht ja nicht ausschließlich um geringere Kosten, sondern um die Abhängigkeit von z.B. Microsoft und ihren Zwangsupdates und Knebelverträgen. Oder offene Standards, und Formate, die auch in 50 Jahren noch gelesen werden können ... OpenOffice kann bis zu 80% der Kosten reduzieren, im Vergleich zu MSOffice. Erst gestern wieder was darüber gelesen. Das Windows- und MSOffice Monopol gehört in die Tonne getreten. Brasilien, Indien, Frankreich und Russland haben es kapiert! Andere auch schon und werden dem Beispiel Russlands folgen!
 
@Beobachter247: Kannst du mir da ein paar Fakten auf den "Tisch" legen? Denn Service&Support kosten bei OpenSource Software auch nicht weniger. Gucke dir mal die Kosten für StarOffice an (OpenOffice mit Service und Support). Da sparst du nicht viel! Denn solche Fakten kann ich nirgends entnehmen. Zu Frankreich und Brasilien hatte ich schon was gesagt. Bei Frankreich handelt es sich nahezu ausschließlich um das Militär. Sonst setzt man auch dort weiterhin auf proprietäre Software, mit guten Gründen. Um beim Office Beispiel zu bleiben: Ob das OpenDocument in 50 Jahren überhaupt noch ein Standard ist, ganz zu schweigen ob da noch irgendjemand weiß, was das ist, wage ich stark zu bezweifeln. Mit OpenXML hat Microsoft einen offenen Standard geschaffen, den jeder auslesen kann. Auch noch in 50 Jahren. Die Spezifikationen für ältere Dokumente hat Microsoft auch frei gegeben.
 
@Beobachter247: Was heisst hier MSOffice Monopol? Halloo?? MS hat Office entwickelt und daher gehört es ihnen. Oder erwartest Du vom Mercedes, dass sie ihre Baupläne im Internet veröffentlichen, weil ja soviele Menschen deren Autos fahren? MS stellt Software her. Das ist ihr Kerngeschäft und damit bezahlen sie ihre Angestellten. Das sie den Source für IHR geistiges Eigentum nicht offenlegen ist absolut legitim. Interessant finde ich auch, dass das immer nur vom MS verlangt wird. Warum nicht von Apple? Wieso ist iOS oder Mac OS-X nicht Opensource? Jetzt zu Russland. In dem Fall könnte das wirklich funktionieren, weil die ja sämtliche öffentlichen Einrichtungen umstellen wollen. Ein Stolperstein bei Umstellungen auf Opensource Produkte ist nämlich die Interoperabilität zu anderen "Standard" Anwendungen. Das Problem dürfte hier ja dann mittelfristig wohl entfallen. Allerdings glaube ich auch nicht, dass das auf Dauer billiger sein wird. Ich sage nur Entwicklungskosten für deren eingenes Linux, Wartungskosten, Umschulungen, Migrationskosten, Schnittstellenanpassungen etc.
 
@gibbons: "Und was heißt das? ..." Zumindest das sich öffentliche Institute eine Menge an Geld sparen. So hat sich die Französische Gendarmerie bereits 50 Millionen erspart. http://tinyurl.com/37buys7 . Soviel zu Brasilien und kleiner Stil. Behörden - 300.000Pc, Staatliche Verwaltung (gesetzlich verpflichtet) - 50.000+ Linux-Desktops, öffentliche Schulen - 53.000 Computerlabore (je 1 Server, 7 Clients & 14 Arbeitsplätze; für 53 Millionen Schüler), öffentliche Schulen - 350.000 + 18.750 Arbeitsplätze, Wahlmaschinen (Urna Eletrônica) - 430.000 Wahlcomputer: alle Wahlen in ganz Brasilien, Schüler - 222 (150.000 OLPC-Laptops +300 Server geplant). Wenn man das zusammenzählt, würde eine nette Lizenzsumme bei Microsoft zusammen kommen.
 
@nowin: Nein, eben nicht. Es wurde vieler Orts bewiesen das OpenSource eben kein Geld einspart, da diese Gelder in Support, Wartung und Schulung wieder ausgegeben werden müssen. Die Französische Gendarmerie hat 50 Millionen Euro an Lizenzgebüren gespart, das was sie anderen Ortes aber wieder ausgeben mussten, darüber sprechen wir uns in 1-2 Jahren.
 
@gibbons: Das liegt eher an der Unfähigkeit der Mitarbeiter, weniger an den verwendeten Programmen. ;-)
EDIT: Ich benutze gerne freie Programme, weil ich das Prinzip dahinter klasse finde. Aus beruflichen Gründen bin ich jedoch auf proprietäre Programme angewiesen. Wenn ich die Wahl hätte, dann würde ich fast nur freie Programme einsetzen, jedoch liegt oftmals die Interoperabilität dazwischen. Ich arbeite übrigens seit Jahren mit OOo und das ohne große Probleme, höchstens bei *.*x gibt es welche, aber das liegt eher an dem proprietären MS-Format als an OOo. Mittlerweile kann Google diese Dokumente übrigens gut lesbar machen. ;-) Ach, und wollte ich mal ein ODF ohne entsprechendes Bearbeitungsprogramm lesen wollen, einfach das Ziparchiv entpacken und sich die XML angucken. MS hat es quasi nochmal gemacht und es leider zum Standard geschafft, nun haben wir also zwei Standards für dieselbe Aufgabe, aber nur MS sieht bei der Dokumentation durch. Hoffen wir mal, daß der etablierte freie Standard sich weiter festigt.
 
Der einzige Sinn und Zweck: Sich nicht abhängig machen von einem großen amerikanischen Konzern... Das ist nur wieder Muskelspielchen der 2 großen Nationen...
 
@Magguz: Selbst wenn es so ist, spricht nichts dagegen. Wer weiss wieviele Lücken MS in Windows eingebaut hat, damit das FBI, CIA etc leichteres spiel hat
 
News flash 2011: MS Gibt erste beta von open Windows für russland frei.
 
Schön, dass die sogar das passende Maskottchen schon lange haben: http://goo.gl/RyIe3 :-)
 
Ja, icb in ja immer dafür das man etwas anderes ausprobiert. Aber an Windows führt kein Wege vorbei. In den Schulen sollte man das schon zur Verfügung stellen, kostenlos.
 
@PCLinuxOS: Meinst du Windows oder Linux? Gerade in Schulen sollten mehrere Betriebssysteme verwendet werden um einer monotonen Erziehung vorzubeugen. Die Generation von morgen soll sich selbst ein Bild darüber machen können was für welche Aufgabe gut ist.
 
@PCLinuxOS:
Ich bin Informatiktechniker, IT-Koordinator und habe Nanotechik als fun-Studium.

Dein Kommentar ist Kurzsichtig und einfach falsch :)
Russland geht den richtigen Weg, allerdings aus falschen beweggründen..

Sentor
 
@Sentor: Schön wie du das begründet hast. :) ABer du hast auch mal was gesagt. Herzlich willkommen bei Winfuture. ;)
 
@PCLinuxOS: Warum dass denn? Kommerzielle Windows-Games können die Kinder zu Hause spielen. Für alles andere gibt es das gute Linux. :-)
 
@boofh: So einfach ist es dann doch nicht. Siehe dazu einmal was in Solothurn geschehen ist, nur eines von vielen Beispielen. Nur weil Linux Möglichkeiten bietet, heisst das noch lange nicht, dass man diese auch wirtschaftlich und brauchbar umsetzen kann.
 
Ganz so falsch ist sein Aussage nun auch nicht. Ausbildungen sollten sich nach den Bedürfnissen der Wirtschaft richten, bei ihren Mittel. Dabei ist es egal ob Linux, Apple oder Windows. Wenn die Wirtschaft rein hypothetisch zu 90% Windows einsetzt, dann sollten die Schulen sich auch danach richten. Die Wirtschaft kann man nicht zwingen ein anderes Produkt einzusetzen. Wenn man wirklich eine grundlegende Veränderung herbeiführen will, muss sich zuerst die Wirtschaft ändern. Meiner Meinung nach sind solche Vorgaben durch einen Staat selten erfolgreich, dass sah man schon bei vielen Projekten und aus verschiedenen Gründen. Es ist auch eine Mehrbelastung für die Auszubildenden, denn sobald sie in eine Berufsausbildung einsteigen, müssen sie unnötig zusätzlich sich umschulen.
 
@Rumulus: Trotz oder gerade wegen der Übermacht von Windows ist es gar nicht so schlecht, wenn die Leute gezeigt bekommen, dass es noch andere Wege gibt als den Mainstream. In Zeiten der Verblendung ein nicht zu unterschätzender Vorteil.
Falls du glaubst es wäre der einzig gangbare Weg für die Welt, sich von einem einzigen Unternehmen wie MS abhängig zu machen, dann bin ich auf deine Begründung gespannt.
 
@Metropoli: Ich bin lange genug hier, um zu wissen, dass solche Diskussionen/Provokationen nichts bringen. Deine Wortwahl spricht da für sich. Ich habe ein Geschäft, das durch Open Source und MS Lösungen Profit abwirft. Ich kann sicherlich mit ruhigem Gewissen hier sagen, dass ich mein Fachwissen hier in Winfuture in dem Gebiet schon ausreichend unter Beweis gestellt habe.
 
@Rumulus: Dann weisst du auch wie falsch es ist, nur auf eine einzige Karte zu setzen. Wenn die Russen glauben es ist das beste für sie, werden sie ihre Gründe haben. Man darf auch anderen ruhig mal die Kompetenz zutrauen, richtige Entscheidungen zu treffen.
 
Der Plan hört sich für mich ziemlich nach Fehlschlag an. Ich denke nicht dass man das so angehen kann. Das man ein "Basispaket" schnürt ist ja gut und schön. Aber dass die einzelnen Behörden dann ihre eigenen Süppchen daraus kochen wohl kaum. So bekommt man IMHO kein ordentliches Gesamtsystem.
 
@DennisMoore: Mit nur 3.5 Millionen in nur 3 Jahren ist das so, oder so fast unmöglich. Schon kleinere Migrationen kosten da viel mehr Zeit und Geld.
 
@Rumulus: 3.5 Millionen für so ein riesen Reich halte ich auch für realitätsfern. Das die Politik keine Ahnung von IT hat, sieht man ja selbst in so einem hochtechisierten Land wie Deutschland.
 
Hierbei geht es gar nicht darum MS vs. Linux. Das sieht man schon an dem Mittel die sie dafür einsetzen wollen. Es ist eine schon oft angewendete Masche der russischen Regierung um sich zu rächen. Da sieht man z.B. auch bei den Aussagen bezüglich Wikileaks, dass ausgerechnet die Russen Wikileaks öffentlich loben, ist ja schon ein Paradox in sich. Ein Land, das selbst jede Kritik versucht schon im Keime zu ersticken, oder selbst nicht von fragwürdigen (illegalen) Mitteln zurückschreckt um Kritiker mundtot zu machen. Das zeigt sich am folgenden Beispiel hier. Sehr wahrscheinlich ist dieses angebliche Umdenken für Linux nur darauf zurückzuführen, weil sich MS geweigert hat, dass die Russen die Lizenzrechte dazu missbrauchen können um gegen Kritiker und Dissidenten vorzugehen. Noch vor nicht allzu langer Zeit haben die Russen Büros von Kritiker durchsucht und PC beschlagnahmt unter dem Vorwand, dass sie gegen MS Lizenzen verstossen. MS hat dies anfangs sogar toleriert, aber als MS die wahren Gründen bewusst geworden sind, haben sie freiwillig die Lizenzbestimmungen geändert und nun dürfen gemeinnützige Organisationen in Russland MS Produkte kostenlos nutzen. MS wollte damit verhindern, dass sie zum Spielball der russischen Regierung werden. Meiner Meinung nach sollte man das hier nicht allzu ernst nehmen. Es wird sich in einigen Jahren zeigen wohin es wirklich führt. Ich denke aber, dass man es zurzeit noch ausschlachten wird und auf einmal hört man von den Russen nichts mehr.
 
@Der Weise: Ja das stimmt. Ich China lief es ähnlich ab.
 
@Sesamstrassentier: Das ist die Rache für allofmp3.com ;-)
 
Diese News basiert auf einer Google-Übersetzung einer obskuren russischen Internetseite, ich würde das noch nicht allzu ernst nehmen bis es von offizieller Seite bestätigt wird...
 
@Zebrahead: Der Google Translater kommt hier sehr oft zum Einsatz. Ich bemerke das, da sehr viele News nahezu 1:1 mit den Newoin News sind. Dabei rede ich noch nicht mal von den Themen, über die berichtet werden, sondern wirklich um ziemlich identische Textpassagen. Lediglich in der Sprache angepasst.
 
Ria Novosti zeigt Tux in "Flieger grüß mir die Sonne" Pose: http://goo.gl/WEpZ :-)
 
Ich finde es nicht schön das Open Source für Schurkenstaaten missbraucht werden kann.
 
@Menschenhasser: Mit diesem Begriff wäre ich vorsichtig, gerade wenn man bedenkt wer den eingeführt hat. Wer von denen der größere Schurke ist, darüber kann man lange diskutieren. Abgesehen davon weiss ich nicht was du mit deiner Aussage meinst. Soll nur eine Hand voll Staaten in der westlichen Welt Open Source benutzen dürfen und der Rest muß Windows benutzen? *grübel*
 
"Ich finde es nicht schön das Open Source für Schurkenstaaten missbraucht werden kann."
Wieso? Ich dachte die USA setzt noch auf Microsoft?
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