Erster Pulsar durch Einstein@Home-Projekt gefunden
Seit dem Start des Projektes Einstein@Home vor fünf Jahren haben sich rund 500.000 Anwender die zugehörige Software installiert. Sie helfen seitdem bei der Berechnung wissenschaftlicher Daten, in dem sie die ungenutzte Rechenzeit ihrer PCs zur Verfügung stellen.
Das Rohmaterial stammt von Radioteleskopen. Gesucht wird nach Hinweisen auf Gravitationswellen und Signale von Pulsaren, das sind schnell rotierende Neutronensterne, die ähnlich wie ein Leuchtturm individuelle Muster an Strahlungs-Peaks aussenden.
Das Ziel von Einstein@Home liegt darin, Beweise für die Allgemeine Releativitäts-Theorie von Albert Einstein zu finden. Nach dieser müssten Pulsare die Raumzeit so deformieren, dass messbare Gravitationswellen entstehen.
Das Signal des neu entdeckten Pulsars "PSR J2007+2722" wurde parallel von zwei Teilnehmern des Projektes errechnet: Zuerst meldete sich der PC eines Ehepaars aus dem US-Bundesstaat Iowa mit der Erfolgsmeldung zurück. Etwas später folgte das gleiche Ergebnis von einem Rechner, der von einem Systemadministrator an der Universität Mainz betrieben wird.
"Das ist ein begeisternder Moment für Einstein@Home und seine Unterstützer", sagte Projektleiter Bruce Allen vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik. Er hofft, dass die Erfolgsmeldung noch mehr Nutzer dazu bringt, ihre ungenutzte Rechenzeit für das Projekt zur Verfügung zu stellen.
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Christian Kahle
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