 Nach den massiven Protesten der Internet-Community und von Kunden gegen den Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin reagiert dieser nun: Die Abmahnungen gegen Hobby-Bastler wurden zurückgezogen.
Das Unternehmen hatte die Verletzung von Markenrechten angeprangert und ließ seine Anwälte aktiv werden. Betroffen waren Anbieter von selbst genähten Produkten wie Kissen und Kinderkleidung, auf denen Tierpfoten-Abdrücke zu sehen waren. Diese sollten eine zu große Ähnlichkeit mit dem Jack Wolfskin-Logo haben, hieß es.
Verlangt wurden die Abgabe einer Unterlassungserklärung und die Zahlung von bis zu 1.000 Euro Anwaltsgebühren. Diese Forderungen zog das Unternehmen nun komplett zurück. "Die zum Teil heftige Kritik unserer Kunden in den aktuellen Fällen der DaWanda-Anbieter nehmen wir ernst und zum Anlass, unser Vorgehen kritisch zu hinterfragen", erklärte Firmenchef Manfred Hell.
Man gab zu, dass insbesondere die "zum Teil heftigen Reaktionen im Internet" Grund für das Einlenken sind. In zahlreichen Blogs, Foren und auf Twitter wurde das Vorgehen heftig kritisiert und teilweise zum Boykott aufgerufen. Sollte Schlimmeres verhindert werden, blieb dem Unternehmen faktisch keine andere Wahl, als klein bei zu geben.
Die Betreiber der Plattform Dawanda, über die die fraglichen Produkte angeboten wurden, berichteten von einer großen Solidarität seiner Mitglieder untereinander. "Es wurden Aktions-Produkte angefertigt und zum Verkauf gestellt und so für die Betroffenen Spenden gesammelt, eine eigene Webseite wurde in Rekordzeit auf die Beine gestellt und überall selbstlos Hilfe angeboten", hieß es.
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