
Die Piratenpartei hat in einer Erklärung das
Anliegen von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen unterstützt, auf Online-Plattformen bessere Umgangsformen unter den Nutzern zu etablieren.
"Gutes Benehmen im Internet sei wichtig, meint Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen. Das sieht die Piratenpartei genauso", hieß es in einer Stellungnahme. Die Herausforderung, einen fairen Umgang miteinander zu etablieren, erkenne man besonders bei den jungen Usern. Wie auch Frau von der Leyen betont, könne Mobbing im Web schwerwiegende Folgen haben.
Allerdings sieht man bei der Piratenpartei keine Notwendigkeit, einen neuen Verhaltenskodex zu entwerfen, wie es die Ministerin vorhat. "Seit zwei Jahrzehnten existiert die sogenannte Netiquette, die festlegt, wie ein guter Umgangston im Netz aussieht", sagte Thorsten Wirth, Bundestagsspitzenkandidat aus Hessen und Vorstandsmitglied.
Die Partei stehen der Familienministerin gern mit Rat und Tat zur Seite, diese Regeln an diejenigen zu vermitteln, die mit der Netiquette noch nicht vertraut sind. Beispielsweise könnten Ministerium und Experten der Piratenpartei gemeinsam konkrete Leitlinien und Vorschläge entwickeln, die Eltern und Erziehern dabei helfen, Kinder und Jugendliche mit dem fairen und verantwortungsbewussten Umgang untereinander vertraut zu machen - besonders im Internet, so der Vorschlag.
Die Netiquette existiert seit den 80er-Jahren. Sie wurde 1995 als Internet-Standard
RFC 1855 von der Internet Engineering Task Force (IETF) festgeschrieben. Seither wurde sie mehrfach überarbeitet und an aktuelle technische Entwicklungen angepasst.
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