AMD: Kein Nachfolger für Stromspar-Prozessor Geode

Prozessoren Der Chiphersteller AMD plant, keinen Nachfolger für seine in die Jahre gekommene Geode-Prozessoren auf den Markt zu bringen. Die CPU kommt in verschiedenen mobilen Systemen zum Einsatz. Man habe keine Kern-Architektur auf der Roadmap, die den Geode ersetzen könnte, teilte das Unternehmen mit. "Wir gehen aber davon aus, dass wir diesen sehr erfolgreichen Prozessor anbieten, solange es eine Nachfrage gibt", sagte AMD-Sprecher Phil Hughes.

Seit der Markteinführung der ersten Version wurde der Chip stetig weiter verbessert. Inzwischen ist die Architektur aber veraltet und es lohnt sich den Angaben zufolge nicht mehr, auf ihrer Basis weiterzuarbeiten. Einen Ersatz gibt es nicht.

Einer der Hauptabnehmer des Prozessors war die Initiative "One Laptop per Child" (OLPC). Diese setzte die CPU in ihren XO Notebooks ein, die für die Ausbildung von Kindern in Entwicklungsländern an Computern entwickelt wurden. Ohne Nachfolger für den Geode wird AMD wohl in der Ausschreibung für die zweite Generation des Gerätes keine Rolle spielen. Genutzt wurde die CPU aber auch in Ultra Mobile-PCs und Set-Top-Boxen.

Die letzten Geode-Prozessoren basierten auf einem x86-Kern, der mit 600 Megahertz getaktet war. Im Chip waren außerdem ein Grafikkern und verschiedene andere Komponenten enthalten. Die Stromaufnahme lag zwischen 0,9 und 5 Watt.
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