Dell setzt Belegschaft mit Sparprogramm unter Druck

Wirtschaft & Firmen Der Computerhersteller Dell setzt seinen Beschäftigten die Pistole auf die Brust: Entweder es nehmen ausreichend Beschäftigte unbezahlten Urlaub oder es finden möglicherweise weitere Entlassungen statt. Eine entsprechende Mitteilung verschickte Konzernchef Michael Dell per E-Mail an die Belegschaft. "Wir ergreifen damit Maßnahmen zu Kostensenkungen im vierten Quartal und zur Verbesserung von Dells Wettbewerbsfähigkeit in einer Zeit wirtschaftlicher Unsicherheit", hieß es darin.

Binnen der kommenden drei Monate bis Ende Januar 2009 sollen die Mitarbeiter bis zu fünf Tage unbezahlt frei nehmen. Die Entscheidung dafür sei zwar freiwillig, man werde aber wohl auf Entlassungen zurückgreifen, wenn nicht im erhofften Rahmen Einsparungen einträfen.

Weltweit erließ das Management außerdem einen Einstellungsstopp. Auch Budgets für Dienstreisen und Leiharbeiter werden gekürzt. Mit einem Abfindungsprogramm will man Beschäftigten weiterhin die freiwillige Beendigung ihres Arbeitsverhältnisses schmackhaft machen.

Dell will bis zum Jahr 2010 insgesamt 3 Milliarden Dollar im operativen Geschäft einsparen. Neben einer Reduzierung der Größe der Belegschaft sollen verschiedene Kostensenkungsprogramme im Tagesgeschäft und der Wechsel zu billigeren Zulieferern dazu beitragen. Seit dem letzten Jahr hat das Unternehmen weltweit bereits 8.800 Arbeitsplätze vernichtet.

[Update] Von Seiten Dells wies man die Darstellung, dass die Belegschaft hier erpresst werde, als "völlig unzulässig" zurück. "Richtig ist, dass Dell seinen Mitarbeitern anbietet, auf rein freiwilliger Basis bis zu 5 Tagen unbezahlten Urlaub zu nehmen. Auf keinen Mitarbeiter wird in irgendeiner Form Druck ausgeübt, dieses Angebot anzunehmen", sagte Michael Rufer, Public Relations Manager Dell Central Europe & Public Segment EMEA.

"Die die angekündigte Reduzierung des Personalbestandes bezieht sich auf Nicht-Dell-Mitarbeiter wie Zeitarbeitskräfte, und auch dies wird sich nur im Rahmen des absolut notwendigen bewegen", so Rufer weiter.
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