EU arbeitet an Alterskennzeichnung für Webseiten

Speicher Die EU hat gestern einen ersten Vorschlag für Alterskennzeichnungen bei Webseiten vorgelegt. Ähnlich wie bei Computer-Spielen und Videos soll so der Jugendschutz verbessert werden.

Die Initiative ist Bestandteil des Safer Internet-Programms, in das die EU insgesamt 55 Millionen Euro investiert. Dieses wurde gestern vom Europäischen Parlament verabschiedet. Es beinhaltet verschiedene Jugendschutzmaßnahmen wie Aufklärungskampagnen, Investitionen in eine entsprechende Forschung usw.


In Sachen Alterskennzeichnung steht bisher nur ein grobes Konzept. Details sollen nun im Rahmen einer Diskussion verschiedenster Stellen ausgearbeitet werden. Für die Teilnahme an dem Programm werden sich Betreiber von Webseiten zukünftig voraussichtlich selbst anmelden können.

Eine generelle Klassifizierung sei kaum möglich, hieß es. Immerhin gebe es heute bereits Milliarden Seiten im Netz, außerdem kämen täglich Tausende hinzu. Eine flächendeckende Kontrolle kann so nicht gewährleistet werden. Allerdings will die EU zukünftig Online-Angebote auf Antrag der Betreiber prüfen und jeweils ein Siegel mit der Altersfreigabe vergeben.

Eltern soll außerdem Software zur Verfügung gestellt werden, die solche Siegel automatisch erkennt. Diese könne anschließend verhindern, dass Kinder und Jugendliche Zugang zu Angeboten erhalten, die nicht für ihr Alter geeignet sind, hieß es.

Bei der Vergabe will die EU verschiedene Kriterien anlegen. Für Erotik-Inhalte soll es beispielsweise mehrere Stufen geben, die eine differenzierte Altersfreigabe von Soft- und Hardcore-Angeboten ermöglichen. Ähnlich soll es bei Gewaltdarstellungen, der verwendeten Sprache oder der Darstellung "potenziell jugendgefährdender Aktivitäten" wie Rauchen oder Drogenkonsum aussehen.
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wär praktisch, wenn man nach diesen Siegeln suchen könnte... Dann kann Sohnemann einfach alle Seiten, die "potenziell jugendgefährdender Aktivitäten" darstellen einfacher finden :o)
 
55 Millionen Euro aus dem Fenster geworfen! Hätte die Überschrift lauten sollen. Oder die bauen sich damit Systeme um User besser überwachen zu können... denn wie man in anderen Beträgen lesen kann sind Chat-Seiten schlecht zu sichern sind vor Kinderschändern.
 
joar, da muss man nichmehr umständlich nach pornwarez suchen.klick ab 18 liste mit fragwürdigem inhalt anklicken... (=
 
omg Also liegts doch wieder am Endverbraucher. Denn hier brauchste ja ne Software die das erkennt. Und wenn man ein wenig Ahnung hat duerfte es kein Problem sein es zu umgehn. Die haetten die 55Mio. lieber stiften sollen ... :x
 
@KnuFlo: Ja auf was stehst du denn? Gängelung ala ePass? Shoutdown aller Webseiten mit "jugendgefährdendem" Inhalt? Ach ich vergaß, das Letztere haben wir hier ja schon. Natürlich muss der Endverbraucher die Inhalte seines Internetzugang selbst regulieren, alles andere ist Bevormundung und Zensur.


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