Tests: Neue VIA-CPU macht Intel Atom die Hölle heiß

Prozessoren Der kleine taiwanische Chiphersteller VIA kündigte seinen neuen "Nano" genannten Prozessor vor einigen Monaten vollmundig als leistungsfähigere Alternative zu Intels Atom Prozessoren an. Anlässlich der bevorstehenden Markteinführung liegen nun erste Benchmarkergebnisse vor. Verschiedene auf Hardware- bzw. Mini-Notebooks spezialisierte Internetseiten durften die neuen VIA-Chips bereits vorab unter die Lupe nehmen. Die Ergebnisse der ersten Tests fallen durch die Bank überraschend positiv aus. Das fast einheitliche Fazit: Mit dem Nano hat VIA gegenüber Intels Atom die Nase vorn.


VIA stellte den Testern den Nano in Form des Spitzenmodells L2100 mit einem Rechenkern und einer Taktfrequenz von 1,8 Gigahertz zur Verfügung. Schon die Übersicht der Eigenschaften der Nano-CPU macht deutlich, dass die Stärken vor allem in der Ausstattung liegen. Intel hat den Atom absichtlich in seinen Fähigkeiten beschränkt, um keine Umsatzeinbußen bei den Celeron-Prozessoren zu riskieren.

Dass zumindest der L2100 nicht als Kandidat für Mini-Notebooks bzw. Netbooks in Frage kommt, macht allerdings der im Vergleich zur mobilen Variante des Intel Atom wesentlich höhere Stromverbrauch klar. Andere Varianten, wie der Nano U2400, der bei einem Takt von 1,3 und mehr Gigahertz mit 8 Watt auskommen soll, scheinen da schon eher geeignet.


Generell unterliegt der Nano in Sachen Energieverbrauch auf den ersten Blick gegen den Atom. So benötigt die mit 1,6 Gigahertz getaktete Desktop-Variante des Atom nach Angaben von Intel unter Last nur 4 Watt, während VIA für den Nano L2100 wie erwähnt eine Verlustleistung von maximal 25 Watt angibt.

Stromverbrauch
Betrachtet man jedoch den Stromverbrauch von Mainboards, die mit den beiden Kontrahenten bestückt wurden, so schrumpft Intels Vorteil in Sachen Stromverbrauch dramatisch. Das Problem ist der veraltete Chipsatz, den Intel für den Atom ausgesucht hat. Der Intel 945GC Chipsatz benötigt selbst nämlich satte 22 Watt.

Zusammen mit den anderen Verbrauchern kommt die Intel-Plattform auf Basis des D945FCLF Mainboards auf eine maximale Leistungsaufnahme von stattlichen 59 Watt. Im Idle-Zustand liegt der Stromverbrauch bei der Atom-Konfiguration mit 53 Watt zudem nur unwesentlich niedriger. VIAs Plattform hingegen benötigte in diesem Fall "nur" 46 Watt. Unter Last kamen die Tester allerdings auf eine mit 65 Watt etwas höhere Leistungsaufnahme.

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