MailCo: So soll Thunderbird in die Zukunft abheben

Software Mozilla ist vor allem für den freien Web-Browser Firefox bekannt. Darüber hinaus bietet die Stiftung und das dazugehörige Unternehmen Mozilla Corp. jedoch auch diverse andere Software-Produkte an. Dazu gehört bisher auch der E-Mail-Client Thunderbird. Vor einiger Zeit gab man jedoch bekannt, dass die Entwicklung von Mozilla Thunderbird ausgelagert werden soll, um sich voll auf die Arbeit an Firefox konzentrieren zu können. Angesichts des Weggangs der beiden wichtigsten Entwickler kamen in der Folge Bedenken auf, dass Thunderbird künftig ins Hintertreffen geraten könnte.

Nun hat David Ascher, der für den Aufbau einer eigenständigen Organisation für die Entwicklung von Thunderbird zuständig ist, erste Angaben veröffentlicht, wie es mit Thunderbird in Zukunft ohne eine direkte Beteiligung von Mozilla weitergehen soll.

Seine Aufgabe ist es, ein vollkommen neues Team für die Arbeit bei der neu gegründeten "MailCo" zu rekrutieren. Die Mitarbeiter sollen den Kern der Entwicklergemeinschaft für Thunderbird bilden. Laut Ascher soll ein kleines Team von weniger als 10 Personen entstehen, das die Leitung des Projekts übernimmt.

Die Aufgabe der MailCo soll es sein, Thunderbird weiterhin als innovatives Produkt weiterzuführen. Dabei soll es nicht nur um die Entwicklung neuer Versionen mit neuen Funktionen gehen, sondern auch um die Unterstützung der Anwender und die Betreuung von Helfern und Betatestern.

Insgesamt soll MailCo zwar weiterhin Teil der "Mozilla-Welt" bleiben, wird aber als eigenständige Organisation auftreten, so Ascher weiter. Als Mitglieder des neuen Teams will er nun vor allem Menschen gewinne, die realistische Ideen haben und gangbare Lösungswege schnell ausfindig machen, statt sich in Problemen zu verheddern.

Die langfristigen Pläne der MailCo sollen erst später definiert werden. Zusammenfassend nannte Ascher jedoch eine Reihe von allgemeinen Zielen, die man mit dem Projekt auf kurz oder lang erreichen will. Zu allererst soll eine leistungsfähige Software-Schmiede entstehen, die mit den anstehenden Vorhaben fertig wird.


Außerdem will man natürlich die Zahl der Thunderbird-Nutzer "massiv" steigern. Bisher sei der freie E-Mail-Client zwar bereits ein großartiges Produkt für "einige Millionen" Anwender, doch mit einigen relativ kleinen Änderungen ließe sich die Software für zahllose weitere Nutzer attraktiv machen, so Ascher.

Dabei sollen auch die Anwender berücksichtigt werden, die das Programm bereits jetzt einsetzen. Durch eine aufgeräumtere Benutzeroberfläche, eine einfachere Anfangskonfiguration und eine auf niedrigem Level durchgeführte Marketingkampagne könnte Thunderbird jedoch zahllose weitere Anwender ansprechen, prophezeite er.

Ziel von MailCo ist es außerdem, eine Basis für "langfristige Innovation" zu schaffen. Dazu gehört nach Ansicht von Ascher auch, dass man die Ressourcen von Mozilla auch weiterhin nutzt. Weiterhin will er um mehr Unterstützung von AddOn-Entwicklern werben, mit deren Hilfe der Funktionsumfang von Thunderbird individuell erweiterbar gemacht werden kann.

Die von Ascher genannten Positionen bei der MailCo entsprechen den Zielen der neuen Organisation. Unter anderem sucht er erfahrene Entwickler, Automatisierungsspezialisten, einen Design-Chef, Community-Manager und einen Zuständigen für den Umgang mit den Entwicklungen von Erweiterungen.

Weitere Informationen: Blog von David Ascher | Thunderbird Homepage

Download: Thunderbird Setup 2.0.0.6.exe (6,2 Mb; deutsch)
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