Vista: Auch Microsoft-Entwickler haben ihre Probleme

Windows Vista Während viele Anwender über diverse kleinere oder größere Probleme bei der Installation und Nutzung von Windows Vista berichten, hielten sich Microsofts Mitarbeiter bisher mit kritischen Äußerungen sehr zurück, obwohl sie eigentlich offiziell dazu ermutigt werden, eigene Weblogs zu betreiben. Jetzt hat ein Microsoft-Mitarbeiter erstmals von seinen eigenen Erfahrungen im Umgang mit Windows Vista oder zumindest dessen Installationsroutine berichtet, die leider nicht gerade positiv ausfielen. Sein Beispiel zeigt deutlich, dass vielleicht doch nicht alles so einfach ist, wie es gern dargestellt wird.

Andy Pennell, seineszeichens Entwickler in Microsofts HD DVD-Abteilung, scheiterte nach all seinen Mühen kläglich. Bis heute hat er Windows Vista nicht installieren können. Die Probleme begannen schon beim Öffnen der etwas ungewöhnlich konstruierten Verpackung der Retail-Version.

Erst nach mehreren Versuchen fand Pennell die "Reissleine" zum Öffnen der DVD-Hülle. Ein weiteres Problem stellte die Hardware-Konfiguration seines PCs dar - eine Installation auf der verbauten SATA-Festplatte wurde mit dem Hinweis abgebrochen, dass Wechseldatenträger nicht unterstützt werden.

Nachdem er die entsprechenden Einstellungen geändert hatte, versuchte Pennell es erneut. Als die Installation nun erfolgreich startete folgte das nächste Problem. Statt wie erwartet recht rasch mit dem Einspielen der Daten abschließen zu können, musste der Microsoft-Entwickler warten - lange warten.

Erst nach rund 40 Stunden war das Kopieren der Installationsdateien abgeschlossen, so dass Pennell sich zum ersten Mal einloggen konnte. Doch auch nach einem Tag außer Haus war der Rechner nicht hochgefahren, sondern abgestürzt. Pennell entschloss sich darauf hin, seine Kontakte bei Microsoft spielen zu lassen und wandte sich an jemanden, der sich auskennen sollte.

Ihm wurde empfohlen das BIOS des Mainboards auf den aktuellsten Stand zu bringen, was Pennell schließlich auch tat. Doch erneut gab es nur Probleme. Zwar verlief die Aktualisierung des BIOS auf den ersten Blick ohne Schwierigkeiten, doch statt dem üblichen Neustart meldete der Rechner nur noch mittels dreier Pieptöne seinen Totalausfall.

Ein Anruf beim Hersteller des PCs, dem US-Computerriesen Dell, schuf Klarheit - das Mainboard hatte sich in die ewigen Jagdgründe verabschiedet. Nachdem ein Austausch der betroffenen Komponenten durchgeführt war, versuchte Pennell sein Glück erneut, diesmal mit Hilfe der für das Setup von Windows Vista zuständigen Entwickler in Redmond.

Nachdem diese das System unter die Lupe genommen hatten, stellte sich heraus, dass beide verbaute Festplatten schadhaft waren. Diese wurden nun ebenfalls getauscht, schließlich wurde der Garantievertrag ja nicht umsonst abgeschlossen. Zu allem Überfluss traten bei einem weiteren Versuch auch noch Probleme mit einem im PC integrierten Kartenlesegerät auf.

Dessen vier "Laufwerke" brachten offenbar den Beginn der Installation durcheinander, so dass schon das Laden des Setups scheiterte. Schließlich zog Pennell einfach die Stecker des Card-Readers und begann erneut - und wieder das gleiche Bild: keine Installation möglich.

Das Setup war nach mehr als einem Tag an einem Bluescreen gescheitert. Schließlich gab Pennell auf und verzichtete auf die Installation von Windows Vista. Seiner Meinung nach, ist es einfach nicht möglich auf einem System mit der bei ihm vorliegenden Konfiguration (Pentium 4 CPU, 512 Mb RAM, SATA-HDD), Windows Vista zu installieren.

Pennell nutzte für seine "Versuche" eine 64-Bit-Ausgabe der teuren Windows Vista Ultimate Edition. Seiner Aussage zufolge nutzt er an seinem Arbeitsplatz bei Microsoft ein ähnlich konfiguriertes PC-System mit der 32-Bit-Version von Vista ohne auf ähnliche Probleme zu stoßen.

Seinen Erfahrungsbericht betitelte Pennell mit einer recht passenden Überschrift: Vista installieren - Meine persönliche Hölle.
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren95
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Ab 19:40 Uhr ThruNite TN36 UT Max 7300 Lumen CREE XHP 70 LED Taschenlampe
ThruNite TN36 UT Max 7300 Lumen CREE XHP 70 LED Taschenlampe
Original Amazon-Preis
279,95
Im Preisvergleich ab
?
Blitzangebot-Preis
223,96
Ersparnis zu Amazon 20% oder 55,99

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles

Tipp einsenden