Externe Grafik & modulare PCs mit PCI Express Kabeln

Hardware Die in der PCI Express Special Interest Group zusammengeschlossenen Firmen haben gestern ihre erste Spezifikation verabschiedet, die Verkabelung betrifft. Ab sofort können Mainboard-Hersteller die PCI Express Kanäle, die auf aktuellen Hauptplatinen mittlerweile Standard sind, auch außerhalb des Rechnergehäuses nutzen. Dies bedeutet, dass der Entwicklung von externen Grafiklösungen nun nichts mehr im Wege steht. Die Version 1.0 der Spezifikation legt Kabel- und Anschlussarten für die üblichen PCIe-Bandbreiten von x1 bis x16 fest. Neben externen Grafikkarten lassen sich nun auch Computer realisieren, deren einzelne Komponenten in Modulen daherkommen.

So könnten Ansätze, bei denen man die CPU, Grafikkarte und die weiteren Teile eines Rechners einfach zusammensteckt, nun Realität werden. Gab es zum Beispiel bei der Anzahl der Grafikkarten bisher Beschränkungen aufgrund der Größe des Rechnergehäuses, so kann die Zahl nun theoretisch ausserhalb des eigentlichen Computers beliebig erweitert werden.

Aktuell ist die Bandbreite der PCIe-Kabel auf 2,5 Gigatransfers pro Sekunde begrenzt, wie es der PCI Express Spezifikation in Version 1.0 entspricht. Nach der Verabschiedung der Spezifikation in Version 2.0 dürfte eine Verdopplung auf 5 Gigatransfers pro Sekunde unproblematisch möglich sein.

Die Länge der Kabel sollte nach Auffassung der Special Interest Group 10 Meter nicht übersteigen, obwohl man den Herstellern freie Wahl lässt. Sollten längere Kabel benötigt werden, sind allerdings Signalverstärker notwendig. Die neue PCIe Cabling Spezifikation 1.0 kann von der Internetseite der PCI Express Special Interest Group in vollem Umfang heruntergeladen werden.
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