Klage gegen Hersteller von GTA wegen Dreifachmord

Spiele Die Familie der drei Opfer eines Teenagers, die von ihm im Jahr 2004 ermordet wurden, hat ein Verfahren gegen den Spielehersteller Take-Two Interactive angestrengt, weil man das Spiel Grand Theft Auto: Vice City für die Handlungen des Jugendlichen verantwortlich macht. Wie eine regionale Zeitung im US-Bundesstaat New Mexico berichtet, wird in der Klageschrift auch Sony erwähnt, der Hersteller der Spielkonsole PlayStation 2. Der damals 14-jährige Jugendliche hatte seinen Vater, seine Stiefmutter und seine Stiefschwester mit Schüssen in den Kopf getötet.

In dem Rechtsstreit wird die Familie von Jack Thompson vertreten, einem bekannten Anwalt, der sich den Kampf gegen gewaltverherrlichende Computerspiele auf die Fahnen geschrieben hat. Für die Familie fordert er nun Schadenersatz. Darüber hinaus will man ein Marketingverbot für das Spiel erwirken.

Anwalt Thompson hat zusätzlich zwei weitere Klagen eingereicht. Bei beiden geht es um Spiele der GTA-Serie. Diese sollen unter anderem für den Mord an drei Polizeibeamten durch einen 18-Jährigen im US-Bundesstaat Alabama verantwortlich sein. Die Spielereihe Grand Theft Auto steht in den USA seit langem in der Kritik, weil die Titel angeblich Gewalt und sexuelle Handlungen verherrlichen.
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