Klage gegen GTA-Publisher wegen Schulhof-Spiel

Spiele Der Spiele-Publisher Take-Two war bereits vor einiger Zeit negativ in die Schlagzeilen geraten, weil man das Spiel "Grand Theft Auto: San Andreas" von Rockstar Entertainment vertrieben hatte. Ein findiger Norweger hatte darin ein kleines Sex-Spielchen gefunden, dessen Entdeckung dazu führte, dass der Titel in einigen Ländern auf dem Index landete. Nun droht dem Unternehmen neues Unheil mit einem weiteren Spiel, das von Rockstar produziert wurde. Wie bei GTA: San Andreas hat Jack Thompson, ein für seine fragwürdige Einstellung bekannter Rechtsanwalt, Klage eingereicht, um zu erreichen, dass er das Spiel vorab einsehen darf. Thompson will prüfen, ob die Software jugendgefährdende Inhalte mit sich bringt.

Konkret geht es um das Spiel "Bully", dessen Titel nach Auffassung von Thompson vermuten lässt, dass es darum geht, Klassenkameraden zu quälen, um Punkte zu sammeln. Take-Two hat allerdings wenig zu befürchten, da das Unternehmen nach dem Skandal um GTA kaum Wert darauf legen dürfte, einen ähnlichen Eklat auszulösen.

Hinzu kommt, dass die US-Behörden empfindliche Strafen angedroht haben, falls die Firma gegenüber der Jugendschutzkommission falsche Angaben zum Inhalt des Spiels macht. Jack Thompson ist bekannt dafür, mit absurden Forderungen und Klagen gegen Produkte vorzugehen, die seiner Meinung nach ein übertriebenes Maß von sexuellen Darstellungen und Gewalt enthalten und daher jugendgefährdend sein könnten.
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