Betrügerische Werbung: Google will Tech-Support-Scams bekämpfen

Es ist eine mittlerweile bekannte, aber hartnäckige Masche: Man surft nichtsahnend im Netz herum und landet plötzlich auf einer Seite, die einem zumeist ziemlich aufdringlich weismachen will, dass man sich einen Virus oder ähnliches eingefangen hat. Diesen bekommt man, so die Betrüger, nur dann weg, wenn man eine bestimmte Nummer anruft oder Software installiert. Die Gegenmaßnahmen sind natürlich gefälscht bzw. sind die vermeintlichen Bedrohungen nur vorgetäuscht. Es geht hier fast immer darum, eine kostenpflichtige und meist besonders teure Hotline anzurufen. Die meist weniger versierten Nutzer werden dazu über Werbeanzeigen gebracht, die wie Absturz-System-Bildschirme aussehen oder mit aggressiven Popups arbeiten.

Betrüger von legitimen Anbietern trennen

Google hat nun bekannt gegeben, dass man Anzeigen für "Tech-Support-Dienste von Dritten" einschränken wird. Natürlich will der Suchmaschinenkonzern, der sein Geld mit Werbung verdient, vor allem die betrügerische Spreu vom Weizen trennen, wie man in einem Blogbeitrag schreibt. Denn man hat sicherlich auch genügend Werbekunden, die legitime technische Unterstützung anbieten.

Google schreibt, dass man schon längst versucht seine Anzeigen sauber zu halten. Alleine im Vorjahr habe man 3,2 Milliarden Werbungen aus dem Verkehr gezogen, die gegen die Richtlinien verstoßen. Immer wieder muss man spezielle Themenbereiche ins Visier nehmen, das ist nun bei den Tech-Support-Scams der Fall.

Verifizierungsprogramm kommt

Google räumt ein, dass es hier immer wieder schwer ist die Guten und die Bösen auseinanderzuhalten. Deshalb wird man in den kommenden Monaten ein Verifizierungsprogramm starten, damit die legitimen Anbieter weiterhin über Google-Anzeigen Kunden erreichen können. Die Kalifornier räumen ein, dass man es nie schaffen wird Betrüger vollständig auszuschließen, man will ihnen aber zumindest das Leben "viel schwerer" machen.
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