Top-Smartphones werden noch teurer - aus einem einfachen Grund
Die Preise für Premium-Smartphones könnten in der nächsten Zeit noch weiter nach oben gehen. Zuletzt sorgte insbesondere das iPhone X einmal mehr für Diskussionen, weil dessen Preis bei rund tausend Dollar liegt. Kürzlich vermeldete Apple allerdings, dass es sich seit dem Verkaufsstart durchgängig um das bestverkaufte Gerät des Herstellers handelte.
Viele dürften das auf den Apple-Effekt zurückführen, wonach die Fan-Gemeinde des Konzerns quasi alles zu jedem Preis kaufen würde. Das ist aber schlicht Unsinn. Auch andere Hersteller haben die Tausend-Dollar-Marke längst geknackt und verkaufen ihre Produkte in diesem Preissegment durchaus ordentlich. Zuerst hatte sogar Samsung die Schwelle überschritten.
Und für die Hersteller sind die guten Absatzzahlen in dem Preisbereich ein klares Signal: Es ist schlicht nicht nötig, sich bei der Entwicklung neuer Spitzenmodelle zurückzunehmen - wenn das Produkt passt, geben die Nutzer auch viel Geld aus. Das US-Magazin CNet hat daher einmal die Daten zu den jüngsten Entwicklungen bei den Top-Marken zusammengetragen, die klar darauf hindeuten, dass es in der Premium-Klasse noch ordentlich nach oben gehen wird.
Da mag man an Microsoft-Chef Steve Ballmer zurückdenken, der Apple nach der Vorstellung des ersten iPhones noch auslachte, weil seiner Ansicht nach niemand ein Mobiltelefon für 600 Dollar kaufen werde. Er hatte vermutlich insofern Recht, dass tatsächlich kaum ein Markt für Handys zu einem solchen Preis vorhanden ist. Ballmer verstand zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht, dass moderne Smartphones letztlich aber eigentlich keine Mobiltelefone sind.
Denn die klassische Telefonie ist in immer größerem Umfang nur eine Randfunktion. In erster Linie handelt es sich bei den Geräten um sehr kompakte Computer, die jederzeit einen leichten Zugang zum Internet bieten - und nebenher auch noch diverse andere Funktionen übernehmen. In aller Regel sind sie heute das wichtigste elektronische Produkt eines jeden Nutzers - und es sind eben viele bereit, auch einen hohen Preis für ein System zu zahlen, das man anschließend über die nächsten zwei Jahre hinweg viele Male am Tag in die Hand nimmt.
Und für die Hersteller sind die guten Absatzzahlen in dem Preisbereich ein klares Signal: Es ist schlicht nicht nötig, sich bei der Entwicklung neuer Spitzenmodelle zurückzunehmen - wenn das Produkt passt, geben die Nutzer auch viel Geld aus. Das US-Magazin CNet hat daher einmal die Daten zu den jüngsten Entwicklungen bei den Top-Marken zusammengetragen, die klar darauf hindeuten, dass es in der Premium-Klasse noch ordentlich nach oben gehen wird.
Tendenz: Aufwärts
Binnen der letzten zwei Jahre ist so beispielsweise der Einführungspreis für das jeweils neue Flaggschiff bei Samsung - also von Galaxy S7 zum Galaxy S9 - um 15,1 Prozent gestiegen. Und auch andere gehen diesen Weg mit: Die Geräte der P-Serie von Huawei wurden im gleichen Zeitraum um 33 Prozent teurer. Und die stärkste Steigerung legte sogar die als besonders preisgünstig angesehene Marke OnePlus des chinesischen Oppo-Konzerns hin: Hier gingen die Preise der Flaggschiffe um 32,6 Prozent nach oben.Da mag man an Microsoft-Chef Steve Ballmer zurückdenken, der Apple nach der Vorstellung des ersten iPhones noch auslachte, weil seiner Ansicht nach niemand ein Mobiltelefon für 600 Dollar kaufen werde. Er hatte vermutlich insofern Recht, dass tatsächlich kaum ein Markt für Handys zu einem solchen Preis vorhanden ist. Ballmer verstand zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht, dass moderne Smartphones letztlich aber eigentlich keine Mobiltelefone sind.
Denn die klassische Telefonie ist in immer größerem Umfang nur eine Randfunktion. In erster Linie handelt es sich bei den Geräten um sehr kompakte Computer, die jederzeit einen leichten Zugang zum Internet bieten - und nebenher auch noch diverse andere Funktionen übernehmen. In aller Regel sind sie heute das wichtigste elektronische Produkt eines jeden Nutzers - und es sind eben viele bereit, auch einen hohen Preis für ein System zu zahlen, das man anschließend über die nächsten zwei Jahre hinweg viele Male am Tag in die Hand nimmt.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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