Alle gegen Netflix: ProSiebenSat.1 will ARD, ZDF und RTL ins Boot holen

ProSiebenSat.1, Medienkonzerne, Media AG Bildquelle: ProSiebenSat1
Gestern wurde bekannt, dass die RTL-Gruppe einen eigenen Streaming-Dienst nach Vorbild von Marktführer Netflix erschaffen will, nun folgte eine ganz ähnliche Ankündigung von ProSiebenSat.1. Der Medienkonzern will sich hier mit Eurosport-Betreiber Discovery Networks zusammentun und will auch Konkurrenten an Bord holen.
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Der neue Streaming-Dienst, den ProSiebenSat.1 plant, soll in der ersten Jahreshälfte von 2019 starten. Mit dem Dienst will der Medienkonzern eigenen Angaben nach die "führende Streaming-Plattform für Deutschland" erschaffen, diese soll die bisherigen Einzel-Angebote 7TV, Maxdome und Eurosport Player zusammenführen.

ProSiebenSat.1 will laut Pressemitteilung ein "umfassendes Entertainment-Paket mit Live-Streaming, einer umfangreichen Mediathek mit hochkarätigen deutschen Inhalten und dem Besten aus Hollywood sowie qualitativ hochwertige Sportübertragungen" bieten. Im Gegensatz zu Netflix will man hier sowohl ein über Anzeigen finanziertes als auch ein Abo-basiertes und werbefreies Angebot bereitstellen, man verspricht hier "attraktive Preise".

Einladung an ARD, ZDF und RTL

Max Conze, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Group, will in den ersten zwei Jahren zehn Millionen Nutzer für den Dienst gewinnen, dafür will er auch Konkurrenten ins Boot holen: "Ich lade hiermit RTL, ARD und ZDF ein, mit uns gemeinsam einen deutschen Champion zu schaffen."

Ob diese Einladung ausreicht, ist aber fraglich: Denn die Privaten haben bisher kaum eine Gelegenheit ausgelassen, die gebührenfinanzierte Konkurrenz zu attackieren. Hinzu kommt, dass das Kartellamt in Vergangenheit schon diverse Versuche dieser Art unterbunden hat.

So haben die Kartellwächter bereits 2011 einen Versuch von ProSiebenSat.1 und RTL zu einem gemeinsamen Dienst nach "Hulu-Vorbild" (damals war Netflix noch am Wachsen) gestoppt, das Kartellamt hatte sogar Bedenken gegen eine gemeinsame Webvideothek von ARD und ZDF. Es ist deshalb kaum vorstellbar, dass man eine Plattform aller deutschen Medienanbieter durchwinkt.

Danke an WinFuture-Leser sky-yoshi für den Hinweis zu dieser News. ProSiebenSat.1, Medienkonzerne, Media AG ProSiebenSat.1, Medienkonzerne, Media AG ProSiebenSat1
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