Gehackte Switch-Konsolen: So schlägt das Nintendo-Imperium zurück

Betriebssystem, Konsole, Hack, Software, Linux, Nintendo Switch Bildquelle: fail0verflow
Anfang des Jahres hat eine renommierte Szene-Gruppe namens Team-Xecuter einen angeblich "zukunftssicheren" Hack der aktuellen Nintendo-Konsole angekündigt bzw. vorgestellt. Dieser sollte sowohl Homebrew-Software als auch Spiele-Piraterie ermöglichen. Doch in der Realität sieht die Sache anders aus, denn Nintendo hat einen Weg gefunden, Piraten zu erkennen und zu bannen. Das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Software-Crackern bzw. Hardware-Hackern und den Anbietern von Spielen und Konsolen ist so alt wie die Gaming-Branche selbst. In der Regel knacken Piraten die diversen Schutzmechanismen und die Publisher und Entwickler reagieren mit Gegenmaßnahmen.

Zukunftssicherer Hack?

Aktuell spannendster Schauplatz dieses Wettstreits ist die Nintendo-Konsole Switch. Dazu hat es Ende des Vorjahres und Anfang 2018 diverse Meldungen gegeben, wonach das Hybrid-Gerät geknackt sei und das auch nicht mehr umkehrbar wäre. Vor allem ein Kernel-Hack von Team-Xecuter sorgte für Aufsehen, denn hier sollte es eine Hardware-Lösung geben, die eine fundamentale Schwachstelle der Switch ausnutzt.

Die Hacker behaupteten, dass diese Lösung zukunftssicher ist und auch nicht per aktualisierter Firmware geschlossen werden kann. Doch das gilt nur dann, solange man mit der Konsole offline bleibt. Denn ein (White/Grey Hat-)Hacker namens SciresM hat auf Reddit (via TorrentFreak) eine ausführliche Analyse veröffentlicht, mit der er die Hoffnungen vieler auf ungestörte Piraterie-Zeiten ausdämpft.


Unter dem Titel "How Application Authorization works on the Nintendo Switch" (Wie Anwendungs-Autorisierung auf der Nintendo Switch funktioniert) erklärt er, dass und wie der japanische Hersteller eine sehr starke Anti-Piraterie-Maßnahme implementiert hat. Dieses System kann mit nahezu absoluter Perfektion erkennen, ob die digitale Kopie eines Spiels legitim gekauft wurde.

Die technische Analyse ist lang und auch ziemlich detailliert, das Prinzip ist aber verhältnismäßig einfach und arbeitet mit Tokens, die das Gerät online autorisieren. Wird dieser Token verweigert, weil Nintendo ungewöhnliche Aktivität auf einer Konsole entdeckt, dann kann der Hersteller den Token und somit dem Gerät das Online-Gehen verweigern sowie ein Nutzerkonto auch dauerhaft sperren. Erste Berichte, wonach das Imperium zurückschlägt, gab es bereits im Mai, nun sind aber die Hintergründe dazu bekannt.

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