Tim Cook gruselt es, wenn Werbung ihn durch das Web verfolgt
Von ähnlich großen Datenskandalen wie einige andere große IT-Unternehmen ist Apple bisher verschont geblieben. Das dürfte auch daran liegen, dass der Konzern eben nicht jeden Schnippsel an Informationen über die Nutzer sammelt und durchanalysiert. Denn das, so der Firmenchef, würde gegen die Philosophie des Unternehmens stehen.
Privatsphäre sei letztlich auch ein Menschenrecht, erklärte Apple-Boss Tim Cook in einem Interview mit dem US-Sender MSNBC. Das bedeutet letztlich, dass der User auch eine Ahnung davon bekommen muss, welche Daten über ihn im Umlauf sind und welche Rückschlüsse aus ihnen gezogen werden können - das ist bei großen Online-Werbefirmen wie Facebook aber nicht mehr gegeben.
"Für mich ist es ziemlich gruselig, wenn ich mir etwas ansehe und plötzlich verfolgt es mich durch das ganze Web", sagte er. "Ich mag das überhaupt nicht." Aber letztlich geht es nicht nur darum. Viel wichtiger ist die Tatsache, dass dies ein so tiefgreifendes Tracking der Nutzer erforderlich macht, dass die Daten von Dritten auch in unvorhersehbarer Art missbraucht werden können.
Für den Computerkonzern ist der Schutz von Nutzerdaten allerdings an sich auch nicht einfach nur ein Verzicht auf eine weitere Einnahmequelle. Vielmehr versteht Apple das Thema auch als Verkaufsargument zu verwenden. Für das Vertrauen der User in die Plattform wäre es geradezu tödlich, wenn das Unternehmen Informationen an Dritte weiterverkaufen würde.
"Für mich ist es ziemlich gruselig, wenn ich mir etwas ansehe und plötzlich verfolgt es mich durch das ganze Web", sagte er. "Ich mag das überhaupt nicht." Aber letztlich geht es nicht nur darum. Viel wichtiger ist die Tatsache, dass dies ein so tiefgreifendes Tracking der Nutzer erforderlich macht, dass die Daten von Dritten auch in unvorhersehbarer Art missbraucht werden können.
Datenschutz als Verkaufsargument
Bei Apple, so Cook, habe man sich dafür entschieden, nicht noch eine Menge Geld aus den Daten über die Nutzer zu ziehen. Allerdings ist dies für den Konzern auch eine einfachere Lösung als es bei anderen Unternehmen der Fall ist. Denn der Konzern verdient sein Geld in erster Linie über die Hardware und zum Teil auch über verschiedene Dienste, während andere im Grunde fast ausschließlich Werbung zur Finanzierung ihres Angebotes einsetzen.Für den Computerkonzern ist der Schutz von Nutzerdaten allerdings an sich auch nicht einfach nur ein Verzicht auf eine weitere Einnahmequelle. Vielmehr versteht Apple das Thema auch als Verkaufsargument zu verwenden. Für das Vertrauen der User in die Plattform wäre es geradezu tödlich, wenn das Unternehmen Informationen an Dritte weiterverkaufen würde.
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Christian Kahle
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