Grumpy Cat gewinnt Bilderstreit und bekommt mehr als 700.000 Dollar

Selbst die schlechte Laune der berühmten Grumpy Cat kann verschiedene Abstufungen haben. Das bekam ein Getränke-Anbieter zu spüren, der nun einen hohen sechsstelligen Betrag an die Besitzer der missmutigen Katze zu zahlen hat. Denn diese hatten es nicht hingenommen, dass Bilder ihres Lieblings unerlaubt für die Vermarktung von Produkten eingesetzt wurden. Grumpy Cat ist eines der wohl bekanntesten Memes, die in den letzten Jahren durch alle möglichen Bereiche des Internets geisterten. Und die Besitzer der echten Katze haben auch nichts dagegen, dass die Nutzer ihre Fotos in immer wieder neuen Variationen im Netz verbreiten und daran ordentlich Freude haben. Der Spaß hört allerdings auf, wenn die Bilder kommerziell vermarktet werden sollen, um anderen einen finanziellen Vorteil zu verschaffen.

Die Katzenhalter waren klug genug, aufgrund der großen Popularität ihres Haustiers eine Firma einzutragen, auf die die Rechte an den Grumpy Cat-Bildern übertragen wurden. Als nun der Getränke-Hersteller Grenade vor einiger Zeit seinen "Grumpy Cat Grumppuccino" vorstellte, erwarb er sogar Rechte an dem Bild der Katze - zumindest für dieses eine Produkt. Als sich die Firma aber die Freiheit nahm, das Katzenbild beliebig auf diverse andere Getränkeverpackungen und auch T-Shirts zu drucken, flatterte ihr eine Klage der Grumpy Cat Limited ins Haus.

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Präzedenzfall für Meme-Urheber

Und das Verfahren ist jetzt abgeschlossen worden. Grenade wurde dazu verurteilt, 710.001 Dollar Schadensersatz an die Grumpy Cat Limited zu überweisen, die sich in 710.000 Dollar Schadenersatz für Urheberrechts- und Markenverletzungen aufteilen sowie eine nominelle Schadenersatzgebühr von 1 Dollar für Vertragsverletzungen beinhalten. Der Anwalt der Katzenbesitzer gab sich nach dem Urteil recht bescheiden: Das Gericht habe hier nur nach den Gesetzen gehandelt und man sei froh, dass die Auseinandersetzung nun ein gutes Ende gefunden habe.

Grenade hatte noch versucht, mit einer Gegenklage zum Erfolg zu kommen. Mit dieser sollten der Grumpy Cat Limited die Rechte an der Abbildung der Katze aberkannt werden, weil die Firma diese überhaupt nicht für eigene Produkte verwende. Damit scheiterte das Unternehmen allerdings. Entsprechend gilt das nun ergangene Urteil auch als Präzedenzfall für andere Leute, die in die Situation kommen könnten, das eines oder mehrere ihrer Fotos zu einem Internet-Meme heranwächst.
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