Entlassungen bei Snap: Ist das der Anfang vom Ende von Snapchat?

Messenger, Chat, Messaging, chatten, Snapchat, Snap Bildquelle: TechCrunch
Der Messenger Snapchat bzw. die Muttergesellschaft Snap legten im vergangenen Jahr einen vielbeachteten, ja sogar spektakulären Börsengang hin. So mancher war euphorisch, doch etliche warnten, dass es sich hier um eine Blase handelt. Und die Zweifler scheinen immer mehr Recht zu bekommen.
Snap könnte einmal in die Geschichte eingehen, allerdings nicht unbedingt im positiven Sinne. Denn der Snapchat-Betreiber könnte einmal als Beispiel dastehen, dass ein Hype kein nachhaltiges Geschäftsmodell ersetzt. Denn der Betreiber des bei jungen Menschen anfangs enorm populären Messengers setzten vor allem auf die Karte Wachstum und hofften, dass sich das Geldverdienen schon irgendwie ergeben wird.

Absturz nach Hype

Denn beim Börsengang wurde das Papier extrem hochgehandelt und das noch bevor man tatsächlich für den Handel notiert war. Doch der Absturz ließ nicht lange auf sich warten, aktuell steht Snap bei etwa 14 Dollar, anfangs waren es zwischenzeitlich rund 27 Dollar.

Nun folgt der nächste Schritt auf dem Weg nach unten: Das Portal Cheddar (via TechCrunch) berichtet, dass Snap Inc. rund "zwei dutzend Mitarbeiter" entlässt. Snap hat diese Personalmaßnahmen mittlerweile bestätigt. Betroffen sind die Content-Abteilungen des Unternehmens, neue Jobs müssen sich etwa Redakteure suchen, die von Nutzern eingesandte "Breaking News"-Videos kuratieren.

Dadurch will Snap sicherlich Kosten einsparen, denn die Geschäfte laufen derzeit alles andere als gut. Denn die Umsätze waren schon immer nicht die Besten, doch zuletzt stagnierte auch die für Snapchat wichtigste Währung, das Wachstum. Snapchat kann immer weniger neue Nutzer anziehen und ein Ende dieser Durststrecke ist nicht abzusehen.

Snap will mit einem Relaunch von Snapchat für eine Trendumkehr sorgen und u. a. mit einem leichter verständlichen Interface auch ein älteres Publikum anziehen. Man muss sich aber immer lauter die Frage stellen, ob es dafür nicht schon zu spät ist.

Siehe auch: Schlimmer geht's nimmer bei Snapchat? Snap dazu: "Halt mal mein Bier" Messenger, Chat, Messaging, chatten, Snapchat, Snap Messenger, Chat, Messaging, chatten, Snapchat, Snap TechCrunch
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