Trump kündigt Rückkehr zum Mond und Weiterreise zum Mars an

Mars, Curiosity, MSL Bildquelle: NASA
US-Präsident Donald Trump gilt nicht gerade als der ganz große Freund der Wissenschaft, doch nun hat er immerhin ein Herz für die Raumfahrt offenbart. Denn Trump hat gestern seine erste Direktive in diesem Zusammenhang unterzeichnet und der NASA den Auftrag gegeben, zum Mond zurückzukehren sowie zum Mars zu fliegen. Am 14. Dezember 1972 verließ der letzte Mensch den Mond, Eugene Cernan war einer von zwölf Menschen, die auf den Erdtrabanten einen Fuß setzen durften. Doch in Zukunft sollen weitere Menschen dazukommen. Denn US-Präsident Donald Trump hat gestern die Space Policy Directive 1 unterzeichnet.

Das Wie ist die große Frage

Allzu viele Details zum Wie gibt es derzeit nicht, klar ist vor allem, dass das Weiße Haus will, dass die Menschheit unter US-amerikanischer Führung zum Mond zurückkehrt. Der soll aber nur eine Zwischenstation sein, denn vom Mond aus soll die Reise zum Mars führen. Und Trump träumte auch noch von Größerem, denn er sagte, dass es "vielleicht eines Tages" auch zu "vielen anderen Welten" gehen wird.

Allerdings gibt es einige Zweifel an diesem Vorhaben bzw. dieser Ankündigung. Denn Trump ist nicht der erste US-Präsidenten, der ganz offiziell von einer Rückkehr zum Mond träumt. Schon George Bush Senior und George W. Bush haben derartige Pläne vorgestellt. Passiert ist nichts und das nicht einmal im Ansatz.


Denn natürlich erfordert ein derartiges Vorhaben Geld und das nicht wenig. Das Geld muss der Kongress bewilligen und in den vergangenen Jahren war der US-Staatshaushalt schwer angeschlagen. Eine neue Mondmission ist wissenschaftlich alles andere als unumstritten, denn in Sachen Forschung ist der Erdtrabant nur bedingt "nützlich". Ob und wie er als Zwischenstation zum Mars geeignet ist, darüber gibt es ebenfalls Diskussionen.

Die NASA will, wie man auch in einer Mitteilung schreibt, die Privatwirtschaft, darunter Elon Musks SpaceX involvieren. Es ist aber fraglich, ob Trumps Direktive dafür tatsächlich den Ausschlag geben kann, denn dem privaten Sektor wird es letztlich auch um eines gehen: wirtschaftliche Interessen, denn eine Mars-Reise muss sich früher oder später irgendwie finanzieren.


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