Körperscanner an Flughäfen:
Bundesregierung will sie jetzt doch
Die Bundesregierung hat heute bestätigt, dass künftig an deutschen Flughäfen sukzessive flächendeckend Körperscanner eingeführt werden sollen. Die aktuell genutzten Metalldetektorschleusen sollen ersetzt werden. Nach einem Test im Jahr 2011 war die Technologie als noch nicht praxistauglich erachtet worden. Dies hat sich offenbar geändert.
Die Linksfraktion hatte das Thema im Rahmen einer kleinen Anfrage auf die Agenda gesetzt und von der Bundesregierung eine förmliche Antwort erhalten. Einen genauen Zeitplan nannte die Regierung nicht, teilte aber mit, dass bereits jetzt insgesamt 213 Körperscanner der Hersteller L3 und Rohde & Schwarz zum Einsatz kämen. Alle eingesetzten Geräte erfüllten "sowohl die nationalen als auch die europäischen Anforderungen", so die Stellungnahme der Regierung.
Die Fraktion der Linken hatte zuvor so genannten "Nacktscans" unter Einnahme einer speziellen Köperhaltung mit erhobenen Armen als entwürdigend und als eine Verletzung der Privatsphäre bezeichnet. Die starke Fehleranfälligkeit bei der ersten Generation der Körperscanner wurde ebenfalls kritisiert.
Zur Fehlerquote der aktuell verfügbaren Geräte machte die Regierung keine Angaben und antwortete ausweichend, diese erfüllten "die an ihre Leistungsfähigkeit gestellten Erwartungen". Die Alarmrate der Geräte hänge vor allem davon ab, "ob der Passagier alle detektionsrelevanten Gegenstände abgelegt hat und ob er während des Kontrollprozesses ruhig im Gerät steht".
Freiwillige Nutzung
Die Regierung weist in ihrer Antwort auf eine EU-Direktive hin, die allen Passagieren das Recht einräumt, einen Kontroll-Scan zu verweigern. In solchen Fällen müssten "alternative Methoden" zur Anwendung kommen. In Anbetracht der geplanten Ausmusterung der Metalldetektoren kommen dafür dann allerdings nur manuelle Kontrollen durch das Sicherheitspersonal in Betracht. Über deutlich sichtbare Hinweise sollen alle Fluggäste auf die Freiwilligkeit der Nutzung der Körperscanner hingewiesen werden.Die Fraktion der Linken hatte zuvor so genannten "Nacktscans" unter Einnahme einer speziellen Köperhaltung mit erhobenen Armen als entwürdigend und als eine Verletzung der Privatsphäre bezeichnet. Die starke Fehleranfälligkeit bei der ersten Generation der Körperscanner wurde ebenfalls kritisiert.
Zur Fehlerquote der aktuell verfügbaren Geräte machte die Regierung keine Angaben und antwortete ausweichend, diese erfüllten "die an ihre Leistungsfähigkeit gestellten Erwartungen". Die Alarmrate der Geräte hänge vor allem davon ab, "ob der Passagier alle detektionsrelevanten Gegenstände abgelegt hat und ob er während des Kontrollprozesses ruhig im Gerät steht".
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