Auch 90 Mio. $ teure fliegende Computer telefonieren gern nach Hause

Flugzeug, Lockheed Martin, F-35 Bildquelle: Public Domain
Die meisten Nutzer sind bereits hinreichend verärgert, wenn ihr Smartphone sensible Daten an den Hersteller in China übermittelt. Noch weniger erfreulich ist eine solche Eigenart, wenn es um einen rund 90 Millionen Dollar teuren fliegenden Computer geht - wie es bei dem neuen Lockheed Martin-Jet F-35 der Fall ist.
Mit den Kampfflugzeugen werden nicht nur das US-amerikanische Militär, sondern auch diverse verbündete Streitkräfte ausgestattet. Diese verstehen sich allerdings keinesfalls als verlängerter Arm der Amerikaner und wollen ihre eigenen militärischen Geheimnisse zuweilen auch vor Bündnispartnern schützen. Daher ist Norwegen als einer der ersten ausländischen Kunden für Lockheed Martin derzeit wenig begeistert von der Schwatzhaftigkeit des Flugzeuges.

Die Königlich Norwegische Luftwaffe hat insgesamt 40 der neuen Kampfflugzeuge bestellt und nun die ersten Systeme geliefert bekommen. Die F-35 ist dabei technisch extrem hochgezüchtet und soll gleich verschiedene Spezialflugzeuge ersetzen können. Auch in Norwegen betrachtet man sie daher als entscheidendes Element der Modernisierung der militärischen Ausrüstung.


Datenfilter soll nachgerüstet werden

Die komplexe Hard- und Software ist aber nicht nur in der Lage, das Flugzeug mit umfangreichen Fähigkeiten auszustatten. Die Techniker der norwegischen Luftwaffe entdeckten auch, dass die Maschine nach ihren Einsätzen umfassende Daten an Server von Lockheed Martin in den USA schickte. Analysen zeigten, dass es nicht nur um technische Informationen ging, sondern sich aus den Daten auch sensible Fakten über die Einsätze nachvollziehen ließen.

Seitens des norwegischen Verteidigungsministeriums fordert man nun Nachbesserungen ein. Gegenüber norwegischen Medien erklärte ein Sprecher der Behörde, dass es im Wartungscomputer zu dem Waffensystem einen Filter geben müsse, in dem ausländische Kunden einstellen können, welche Informationen nicht an den Hersteller übermittelt werden dürfen. Dies glaubt man im Rahmen eines Auftrags mit einem Volumen von 8,36 Milliarden Dollar erwarten zu können.

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